Die Kirchheimer Verkehrswegebauer übernehmen die Naumburger Bauunion

Bickhardt Bau auf Expansionskurs

+
Neuer Geschäftsbereich, modernste Technik: Die Bickhardt Bau AG hat ihr Leistungsspektrum als Komplettanbieter für den Verkehrswegebau erweitert und stellt jetzt auch Straßenoberflächen sowie Brücken- und Gebäudeabdichtungen aus Gussasphalt her.

Bickhardt Bau entwickelt sich strategisch weiter, um damit die Marktposition in Mitteldeutschland zu stärken.

Die Nachfrage nach Bauleistungen im Verkehrswege- und Infrastrukturbau steigt stetig an. Das weiß niemand so gut wie die Verantwortlichen der Kirchheimer Bickhardt Bau AG. Seit Jahren herrscht bei dem bundesweit agierenden Komplettanbieter für den Verkehrswegebau Hochkonjunktur.

Schon jetzt hat die Unternehmensgruppe einen Auftragsbestand, der eine Vollauslastung für das kommende Jahr 2019 und darüber hinaus garantiert. Vor diesem Hintergrund haben Vorstand und Geschäftsleitung beschlossen, Bickhardt Bau strategisch weiterzuentwickeln, um damit die Marktposition in Mitteldeutschland zu stärken. "Wir wollen die Gesamtbauleistung ausweiten, die Rendite verbessern und die Anzahl dauerhaft sicherer Arbeitsplätze deutlich erhöhen", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Bickhardt Bau AG, Ralf Schär. "Die Gründung unserer neuen Niederlassungen in Schwarzenbruck bei Nürnberg und bei Mainz in Rheinland-Pfalz sind ebenso wie die neuen Tätigkeitsbereiche Verkehrssicherung und Gussasphaltbau erste Schritte dieser Weiterentwicklung."

Ein weiterer bedeutender Schritt dieser strategischen Ausrichtung ist die Übernahme der Naumburger Bauunion GmbH & Bauunternehmung KG. Das in der Saalestadt ansässige Unternehmen erwirtschaftet mit seinen 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Jahresbauleistung von rund 45 Millionen Euro.

Zu den Wurzeln zurück

Für die Naumburger Bauunion, die neben dem Erd- und Straßenbau die Geschäftsfelder Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten, innerstädtischer offener Kanalbau und grabenloser Vortrieb für Gas-, Wasser- und Medienversorgung sowie Abwasserentsorgung bedient, ist das eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln: Denn die Naumburger Bauunion gehörte schon einmal zur Bickhardt Bau-Unternehmensgruppe. Das regional tätige Bauunternehmen wurde 1990 gemeinsam von Bickhardt Bau-Gründer Dipl. Ing. Peter Bickhardt und Dipl. Ing. Rüdiger Kürbs gegründet.

Die Naumburger Bauunion entwickelte sich in den frühen Jahren des wiedervereinigten Deutschlands zu einem führenden Bauunternehmen für den Straßen- und Tiefbau im Burgenlandkreis sowie in Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In der Folgezeit erweiterte die Naumburger Bauunion ihre Tätigkeitsschwerpunkte als Generalunternehmer für die Erschließung von großflächigen Wohnanlagen inklusive des Schlüsselfertigbaus.

Der Bickhardt Bau-Vorstandsvorsitzende Ralf Schär (links) mit den beiden Geschäftsführern der Naumburger Bauunion Kerstin Zetzsche und Sven Häselbarth. Durch die Übernahme der Bauunion ist die Zahl der Beschäftigten in der Bickhardt Bau-Unternehmensgruppe inzwischen auf über 2 000 Personen angewachsen.

Aufgrund unterschiedlicher strategischer Ausrichtungen schied die Naumburger Bauunion im Jahr 2003 aus dem Bickhardt Bau-Konzern aus. Die Unternehmen und ihre Akteure blieben jedoch freundschaftlich verbunden. Die Handschrift der Firmengründer Peter Bickhardt und Rüdiger Kürbs ist bis heute in der Organisation unverkennbar erhalten und zeigt sich im Logo der Naumburger Bauunion, das dem von Bickhardt Bau sehr ähnlich ist.

Nachfolge geregelt

Eine vorausschauende, von Unternehmerverantwortung geprägte Nachfolgeregelung hat jetzt den Mehrheitsgesellschafter Dipl. Ing. Rüdiger Kürbs dazu veranlasst, sein Unternehmen an die Bickhardt Bau AG zu verkaufen. Weitere Anteile halten ähnlich der Mitarbeiterbeteiligung bei der Bickhardt Bau AG aktive Führungskräfte der Naumburger Bauunion. "Das Unternehmen ist wirtschaftlich erfolgreich und organisatorisch gut aufgestellt", freut sich der Bickhardt Bau-Vorstandsvorsitzende Ralf Schär über den Zuwachs im Konzern. "Die Naumburger Bauunion ist eine etablierte Marke und soll unverändert wie bisher ihr operatives Geschäft weiterführen."

Kommentare