Kompetenz und Fingerspitzengefühl

Fahrlehrer sind gesucht: Abwechslungsreicher Beruf mit Perspektiven

Ein Blick in eine Fahrschule beim Theorieunterricht
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Kundenorientierung, Kontaktfreudigkeit, Geschick und Fingerspitzengefühl sind die Fähigkeiten, auf die es im Fahrlehrerjob ankommt.

Die Branche leidet unter Fachkräftemangel. Dabei könnte es für viele der Traumberuf sein: Fahrlehrer.

Er steht finanziell in der Mitte der Gesellschaft und hat eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit vielen Facetten. Fahrlehrer haben einen der angenehmsten Jobs der Welt: familienfreundlich, flexible Zeitplanung, keine körperliche Anstrengung und abends immer zu Hause. Sie sind immer unterwegs und lernen ständig neue Menschen kennen. Sie unterstützen junge Menschen in einem individuellen Ausbildungsprozess und gestaltet den Übergang in die digitale Welt der Mobilität aktiv mit. Ihre Arbeit besteht im Unterrichten und im Organisieren. Sie vermitteln alle erforderlichen Kenntnisse für das Bestehen der Führerscheinprüfung und für das Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr. Dabei gilt es sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen, zu vermitteln.

So schulen sie im Unterrichtsraum, im Auto und sogar im Freien, direkt am Fahrzeug oder mit modernen Medien oder Modellen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. An einen Fahrlehrer denken Menschen, sofern er seinen Job ordentlich gemacht hat, ein Leben lang in Dankbarkeit zurück. Solche Aspekte gibt es nur in sehr wenigen Berufen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für Fahrlehrer außerordentlich gut. Ihre Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren und neue Tätigkeitsbereiche und damit neue Einkommensquellen zu erschließen, sind groß. Der Aufstieg zum Motorrad-, Lkw- und Busfahrlehrer sind die Klassiker.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit sich zum Verkehrssicherheitstrainer, Dozenten für die Berufskraftfahreraus- und weiterbildung, ASF Moderator, Mobilitätsberater, MPU-Berater und vieles mehr ausbilden zu lassen. Gerade Frauen sind als Fahrlehrer gesucht. Nur 10 Prozent der Fahrlehrerschaft ist weiblich, aber die Hälfte aller Fahrschüler sind Frauen. Fahrlehrer/in kann werden, wer mindestens 21 Jahre alt ist, eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf oder Abitur/Fachabitur und seit mindestens drei Jahren einen Führerschein hat.

Dadurch ist der Beruf auch für Quereinsteiger interessant, die eine neue berufliche Herausforderung suchen. Die Ausbildung zum Fahrlehrer/in dauert ca. acht Monate an der Fahrlehrerausbildungsstätte, in der unter anderem Pädagogik, Recht und Gefahrenlehre vermittelt werden. Förderungen durch verschiedene Ämter sind je nach Einzelfall möglich. Es folgt die viermonatige Praxiszeit in einer ausbildenden Fahrschule, in der die angehenden Fahrlehrer schon mit eigenen Schülern fahren. Interessenten für die Ausbildung zum Fahrlehrer oder zur Fahrlehrerin sollten sich an eine ihnen bekannte Fahrschule wenden. Auch die Fahrlehrervereinigung Hessen ist gerne behilflich, eine Ausbildungsfahrschule zu vermitteln. Kontakt: www.fahrlehrervereinigung-hessen.de

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