Ausschuss empfiehlt neues Prozedere

Mit Punkten zum Geld: Bad Hersfeld regelt Sportförderung neu

Kunstrasenplatz an der Damaschkestraße, neben dem G-Platz. Sportplatz Umweltgefahr Mikroplastik: Kommunen und Sportvereine befürchten Kunstrasen-Verbot, Sportvereine schätzen Kunstrasen als pflegeleichte Spielplätze. Doch sie bringen tonnenweise Mikroplastik in die Umwelt. Die EU denkt daher über ein Verbot nach. Auf Kommunen und Vereine kämen hohe Kosten zu.Foto: Andreas Fischer
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Das Thema beschäftigt die Stadtpolitiker schon lange. Nun empfiehlt der Ausschuss für Soziales und Sport eine Änderung mit strengerem Prozedere und Online-Anmeldung.

Das Ende war völlig unspektakulär: Einstimmig bei einer Enthaltung empfiehlt der Ausschuss für Soziales und Sport der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung die Änderung der Sportvereinsförderung. Diskutiert wurde zwar auch noch kurz, doch das war nach dem monatelangen zähen Ringen um die neuen Richtlinien kaum der Rede wert.

Wie mehrfach berichtet, sollte bei der Verteilung des gedeckelten Gesamtbetrages von rund 120 000 Euro die Jugendarbeit über ein Punktesystem besonders berücksichtigt werden. Auch Angebote für Senioren und die Unterhaltung vereinseigener Immobilien sollten Pluspunkte bringen.

Um die Gewichtung dieser Bereiche hatten sich die Debatten zahlreicher Ausschusssitzungen gedreht. Entwürfe waren von der Verwaltung in schöner Regelmäßigkeit vorgelegt und von den Parlamentariern immer wieder verworfen worden, auch war die Resonanz bei den betroffenen Vereinen eher dürftig gewesen.

Nachdem man auch dem letzten Club, der sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht gerührt oder seinen Zuschussbedarf angemeldet hatte, hinterher gelaufen war, beschloss der Ausschuss nun aber ein striktes Prozedere: Anmeldungen müssen ab sofort über das Online-Portal der Stadt erfolgen.

Kritischer Zustand des Wassermannseck 

Zweites bedeutendes Thema der Ausschusssitzung war die städtische Obdachlosenunterkunft Wassermannseck. Bei einem Ortstermin wurde der kritische Zustand der Immobilie zur Kenntnis genommen.

Bürgermeister Thomas Fehling berichtete von einer bereits in die Wege geleiteten Erneuerung der Heizungsanlage, wies aber auch auf die Zuständigkeiten hin: Aufgabe der Stadt sei es alleine, den Bedürftigen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Für deren Betreuung seien jedoch der Landkreis, der Landeswohlfahrtsverband und die Diakonie verantwortlich.

Die Anregung, sich mit der Diakonie über Verbesserungsmöglichkeiten zu verständigen, wurde jedoch allseits gutgeheißen. (ks)

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