Heitere Walzerseeligkeit bei der Operettengala in Bad Hersfeld

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Operettengala in der Stadthalle: Beim Neujahrskonzert des Chorvereins Bad Hersfeld mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt gab es stürmischen Applaus. Das komplette Foto sehen Sie, wenn auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Bad Hersfeld. Was den Wienern ihr Opernball ist den Bad Hersfeldern die Operettengala des Chorvereins, mit der traditionell Anfang Januar das neue Jahr begrüßt wird.

Ein gut aufgelegtes Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Witolf Werner begeisterte am Donnerstag Abend in der ausverkauften Stadthalle einmal mehr mit einem fulminanten musikalischen Feuerwerk.

Unter dem Motto „Zauber der Musik“ servierten die „Spezialisten der leichten Muse“ eine beschwingte Melange aus Wiener Walzer, Berliner Luft und Broadway-Musicals vom „Bettelstudent“ über den „Vetter aus Dingsda“ bis hin zur „West Side Story“. Als Solisten und Duett Partner glänzten Maryna Zubko (Sopran) und Aljoscha Lennert (Tenor). HR-Moderator Dieter Voss führte als Conférencier gewohnt charmant mit kleinen Anekdoten und Hintergrundgeschichten durchs Programm.

Der berühmte Funke sprang über

So dauerte es auch nicht lange, bis der berühmte Funke aufs Publikum übersprang, sich ein Stück Wiener Walzerseeligkeit einstellte und die Füße im Dreivierteltakt wippten. Nicht geringen Anteil daran hatte Witolf Werner, der für den verhinderten Helgo Hahn als „Konzertmeister“ eingesprungen war. Werner, Leiter des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper, erwies sich nicht nur als exzellenter Dirigent, sondern bewies auch schauspielerisches und komödiantisches Talent, mit welchem er bei Publikum und Musikern für viele heitere Momente sorgte.

Auch diesmal wurde das Neujahrskonzert, das in diesem Jahr zum 18. Mal stattfand und damit sozusagen volljährig wurde, wieder von der Hersfelder Zeitung und der Kreisstadt Bad Hersfeld unterstützt. Veranstaltet wurde die beliebte Gala vom Chorverein Bad Hersfeld, der in diesem Jahr übrigens seinen 110. Geburtstag feiert.

Stürmischer Applaus

Für die Zugaben ließen sich die sichtbar gutgelaunten Musiker angesichts des begeisterten Publikums nicht lange bitten. Dass es bei der schnellen Polka „Unter Blitz und Donner“ und dem abschließenden „Radetzky-Marsch“ kaum noch jemanden auf den Sitzen hielt, bedarf eigentlich ebenso wie der stürmische und langanhaltende Schlussapplaus keiner gesonderten Erwähnung mehr.

Von Thomas Landsiedel

Fotos von der Operettengala in Bad Hersfeld

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