Praxen haben großen organisatorischen Mehraufwand

Hausärzte im Kreis Hersfeld-Rotenburg impfen ab heute gegen Corona

Ab heute wird auch in den Hausarztpraxen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gegen das Corona-Virus geimpft.

Ab heute wird auch in den Hausarztpraxen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gegen das Corona-Virus geimpft. 

Hersfeld-Rotenburg – Ab heute wird auch in den Hausarztpraxen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gegen das Corona-Virus geimpft. Zum Einsatz kommt der Impfstoff von Biontech-Pfizer, den jeder Arzt bei seiner Apotheke bestellen konnte.

Die meisten Hausärzte im Kreis, davon geht Dr. Thomas Lepper aus Philippsthal, stellvertretender Sprecher der Hausärzte, aus, beteiligen sich an den Impfungen. Viele von ihnen haben zudem an einer Online-Fortbildung des Hausärzteverbandes teilgenommen, beziehungsweise nutzen einen zweiten Informationstermin. Eine genaue Übersicht, welche Ärztinnen und Ärzte impfen, hat jedoch weder das Gesundheitsamt noch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen.

Impfungen gehören zu den Standardaufgaben der Hausärzte. Dieses Medikament stelle aber höhere Anforderungen, sowohl an die Lagerung als auch an die Praxisorganisation und auch die Handhabung, erläutert Dr. Lepper. „Wenn die Impfseren da sind, müssen auch die Leute zum Impfen da sein“, betont er. Und zwar nicht nur diejenigen, die nach der Prioritätenliste an der Reihe seien, sondern auch noch Ersatzleute, die angerufen werden und kurzfristig in die Praxis kommen könnten, wenn jemand ausfiele. Das erfordere einen erheblichen zusätzlichen Aufwand. Auch die Mediziner seien zusätzlich gefordert, sich immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Hunderte Patienten hätten bereits in der Praxis angerufen und wegen eines Impftermins angefragt, berichtet Dr. Sebastian Auel aus Bad Hersfeld. Doch auch hier geht es, wie in allen anderen Praxen auch, nach den vorgegebenen Prioritäten und Risiken. Derzeit seien vor allem Patienten der Priorität 2 an der Reihe. „Es würde uns die Arbeit sehr erleichtern, wenn alle, die bereits im Impfzentrum geimpft worden sind, kurz in der Praxis Bescheid sagen, bittet Auel seine Patienten um Mithilfe.

Die Zahl der Impfdosen, die pro Praxis zur Verfügung stehen, sei derzeit noch sehr beschränkt, sagt Dr. Markus Kroker aus Bebra. 18 Dosen habe er diese Woche erhalten. Er ist aber zuversichtlich, dass die Menge sich steigern werde. Das Interesse an einer Corona-Impfung beim Hausarzt ist immens, berichtet fuldaerzeitung.de.

Impfstoff mit Herausforderungen

Der Impfstoff von Biontech-Pfizer werde tiefgekühlt angeliefert und sei nach dem Auftauen im Kühlschrank gelagert fünf Tage haltbar, erläutert Alexander Kowalski, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen. Länger aufbewahrt werden kann der Impfstoff aber nicht. Wenn nichts verfallen soll, muss die Praxis mit Ersatzkandidaten arbeiten. Aus einer Portion Impfstoff können sechs, mit viel Geschick auch sieben Spritzen aufgezogen werden. (Christine Zacharias) *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa/dpa-Bildfunk

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