Preise um bis zu 20 Prozent gestiegen

Grundstücke im Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden teurer

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Hersfeld-Rotenburg. Die meisten Grundstücke für Wohnhäuser im Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden teurer: Die Preise sind seit 2011 um bis zu 20 Prozent gestiegen. Gekauft werden vor allem Bauflächen in Bad Hersfeld, Bebra und Rotenburg.

Zahlten Käufer 2011 kreisweit durchschnittlich noch 42 Euro pro Quadratmeter, sind es derzeit 51 Euro pro Quadratmeter, heißt es vom Amt für Bodenmanagement in Homberg, das auch für den Kreis Hersfeld-Rotenburg zuständig ist.

Das bestätigt auch Wolfgang Kurth von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, die etwa drei Baufinanzierungen pro Arbeitstag stemmt.

Bei den Preisen gebe es allerdings erhebliche Unterschiede: In den Städten sei eine deutliche Steigerung spürbar, in ländlichen Regionen veränderten sich die Grundstückspreise weniger oder gingen sogar zurück. Gründe für steigende Preise seien unter anderem die günstige Finanzierung durch das niedrige Zinsniveau sowie gestiegene Erschließungskosten.

Am attraktivsten im Kreis sind offenbar Bad Hersfeld und Rotenburg: Im Schnitt zahlen Käufer dort jeweils rund 69 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Bebra mit 43 Euro pro Quadratmeter. Das teuerste Grundstück wurde seit 2011 in Bad Hersfeld verkauft. Der Preis: 221 Euro pro Quadratmeter. Bad Hersfeld ist zudem der beliebteste Ort für den Grundstückskauf: Seit 2011 wurden hier 82 Bauplätze verkauft, davon mehr als die Hälfte in der Kernstadt. In Bebra (insgesamt 42 verkaufte Bauplätze) und Rotenburg (40) werden zwei von drei Grundstücken in der Kernstadt gekauft. Ein Ausreißer nach unten: Cornberg. In der Gemeinde gab es seit 2011 keinen Grundstückverkauf.

Der im Vergleich mit Ballungsräumen immer noch niedrige Quadratmeterpreis sorgt für große Grundstücke: Seit 2009 hat das Bauland im Schnitt mehr als 800 Quadratmeter. (cig)

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