Konzert mit "The Best of Harlem Gospel" in Bad Hersfeld

Gospelmusik bewegt Hände, Beine und Herzen

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Mitreißend: Der Chor „The Best of Harlem Gospel“ war zu Gast in der Bad Hersfelder Stadthalle und überzeugte mit großartigen Stimmen und engagierter Darbietung. Fotos: Vera Hettenhausen

Bad Hersfeld. Ein mitreißendes, emotionales und musikalisch hochkarätiges Programm erlebten die Besucher des Gospelkonzerts in der Bad Hersfelder Stadthalle.

 Am Ende des zweistündigen Gospelkonzertes am Samstagabend in der Stadthalle wurde es richtig besinnlich. Das neunköpfige Ensemble des Gospelchores „The Best of Harlem Gospel“ sang Weihnachtslieder.

Obwohl Weihnachten eigentlich schon vorbei war, ließen sich die Zuschauer gerne noch einmal in die beschauliche Stimmung der Festtage versetzen. Wenn so hervorragende Chorsänger und -sängerinnen Lieder wie „Christmas time is here“ und „Stille Nacht“ anstimmen, kann man sich dem festlichen Zauber eben nicht entziehen.

Harlem in der Stadthalle

Mit Klassikern des Gospels wie „O happy day“ oder „Whole world in his hands“ wurde zuvor die bewegende Atmosphäre einer Harlemer Gospelkirche in die Hersfelder Stadthalle transportiert. Bewegend war das Konzert in doppelter Hinsicht, denn das Publikum hielt es schon gleich nach Konzertbeginn nicht mehr auf den Stühlen. Fast alle Besucher im Saal und auf der Empore standen auf, um zu schunkeln und zu klatschen.

Gospelmusik muss man fühlen und das geht nur, wenn man mitmacht. Letztendlich wird ein Gospelkonzert zu einem Gottesdienst und das Publikum zur Gemeinde. „Im Auftrag des Herrn“ treten die Chöre auf, um die Botschaft, die gute Nachricht von Jesus Christus zu verbreiten. Dies geschieht in einer ganz besonderen, expressiven und enthusiastischen Form, die das Publikum mitreißt.

Da hielt es kaum jemand auf dem Sitz: Das Gospelkonzert in der Stadthalle bewegte die Menschen.

Von dieser Wirkung der Musik konnte man sich in der Stadthalle überzeugen. Reverend Gregory M. Kelly moderierte den Abend und ermunterte zum Mitmachen. Starke Solo-Auftritte wechselten sich immer wieder mit rasant steigernden Gesamtgesängen ab. Schreiend, weinend und stampfend ließ Dominique Smith ihre Gefühle beim Song „Motherless Child“ explodieren. Sie setzte nach der Pause mit „Go down Moses“ fort, bevor ihre Gesangspartner wieder mit einstimmten.

Timothy Rileys Interpretation von „Khumbayah“ blieb ebenso in Erinnerung. Tiffany Mosley, die „Queen of six octaves“, wie Kelly sie nannte, sang überwältigend „Precious lord take my hand“. Mit zum Ohrenschmaus trugen auch Steven Mc. Caster, Michele Andrews-White, Tiffany Woodside, Rev. Dr. Charles R. Lyles und Segdrick Marsh bei.

Zum Abschied verwies Kelly auf die zu erwerbende CD mit Konzertmusik. Diese sei ein tolles Weihnachtsgeschenk. Für dieses Jahr geht dies ja nun nicht mehr, aber Weihnachten kommt ja wieder. Ebenso wie der Chor „The Best of Harlem Gospel“. Dies hat er jedenfalls dem begeisterten Publikum versprochen.

Von Vera Hettenhausen

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