HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff pilgert 130 Kilometer von Romrod zur Wartburg

Glückliches Ende der Pilgertour auf dem Lutherweg

Bad Hersfeld/Eisenach. Nach 130 Kilometern auf dem Lutherweg von Romrod nach Eisenach ist HZ-Pilger Kai Struthoff am Samstagnachmittag erschöpft aber glücklich auf der Wartburg angekommen. Lesen Sie hier sein Tagebuch über die sechstägige Wanderung durch die Region.

Der sechste und letzte Tag

Es waren gleich mehrere Engel, die mich auf meinem Weg von Romrod zur Wartburg behütet haben. Viele nette Menschen und vielleicht auch höhere Mächte haben dafür gesorgt, dass ich am Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr ziemlich atemlos und ausgepumpt, aber gesund und sehr glücklich den letzten steilen Anstieg des Lutherwegs zur Wartburg bewältigt habe. 

Die Nacht vor der Schlussetappe hatte ich bei der Apothekerfamilie Göbel in Heringen verbracht. Zur Begrüßung in der Werrastadt hatte mir Pfarrer Thorsten Waap eine Bibel mit der Widmung „Für den ersten Pilger auf dem Lutherweg nach den Traktoren“ geschenkt. Obwohl ein Sohn der Familie am Samstag geheiratet hat, nahmen sich die Göbels viel Zeit für den HZ-Pilger und der Abend verging wie im Flug.

Auf den letzten 25 Kilometern zur Wartburg begleitete mich noch einmal Pilgerführer Rainer Schade aus Heenes und sorgte dafür, dass ich mich zwischen den schier endlosen Rapsfeldern in Thüringen nicht verlaufe. Später stieß auch noch Landrat Dr. Michael Koch zu unserer kleinen Pilgergruppe und begleitete mich die letzten 15 Kilometer. 

Diese moralische Unterstützung hat geholfen, denn zuletzt musste ich doch ganz schön die Zähne zusammenbeißen. 130 Kilometer bei Hitze und Platzregen hinterlassen ihre Spuren. Vor der Wartburg überreichte mir der Landrat dann noch ein ganz besonderes Geschenk. Die Zukunftsbeauftragte des Kreises, Christine Trinks, hatte für mich gemeinsam mit ihrer Familie eine kleine Lutherrose gegossen. 

Sie wird mich nun für immer an eine ganz besondere Reise durch unsere Region erinnern.

Der fünfte Tag

Nach knapp 100 Kilometern habe ich mein Asyl im Waldesfrieden gefunden. Mit jedem Schritt fällt ein wenig vom Alltag von mir ab, die Gedanken ordnen sich. Der Kopf wird frei. Nach dem Sonnenschein der vergangenen Tage bin ich gestern im Regen gelaufen. Glücklicherweise nicht allein. Pfarrerin Imke Leipold hat auch das schlechte Wetter nicht davon abgehalten, mich von Friedewald bis Bodesruh zu begleiten. Bei Gesprächen über Gott und die Welt war der Regen schnell vergessen.

Einer der schönsten Orte am Lutherweg ist für mich die vermutlich rund 1000 Jahre alte Hammundeseiche nahe einem lange verlassenen Dorf tief im Wald gelegen. Ich stelle mir gern vor, wie damals 1521 Martin Luther im Schatten unter dem Baum gerastet hat oder sich vielleicht im nahen Weiher erfrischt hat. Wenn man den dicken Stamm umarmt, dann kann man mit etwas Fantasie den Baum flüstern hören. Und er kennt viele Geschichten... 

So wie auch die vielen wunderbaren Menschen, die ich in den vergangenen Tagen getroffen habe. Zum Beispiel die beiden Pilger aus Trier, mit denen ich am Donnerstagabend im Löwen zusammensaß. Obwohl die beiden schon einige Zeit im Ruhestand sind, sind sie viel schneller als ich unterwegs, wirken dabei aber völlig entspannt und ausgeglichen. Die beiden sind schon auf vielen Wegen gelaufen, aber sie loben den Lutherweg für die gute Beschilderung, die Landschaft und die gut zu begehenden Wege. Im Hotel zum Löwen hatte mich das Ehepaar Göbel übrigens mit einem besonderen Service empfangen. Ich bekam ein kühles Bad für meine brennenden Füße. Ich kann zwar nicht garantieren, dass jeder Pilger auf dem Lutherweg diese Sonderbehandlung erfährt. Aber auch die kenntnisreiche Führung durch die alte Wasserburg von Hotelchef Markus Göbel ist einen Besuch in der luxuriösen Pilgerherberge wert. 

Unterwegs auf dem Lutherweg

Inzwischen haben sich die dunklen Wolken gelichtet und der Regen hat aufgehört. Weiter geht es in Richtung Heringen, wo ich bei Apothekerfamilie Göbel an einem gemütlichen Abend teilnehmen darf. Am heutigen Samstag geht es dann auf die letzte Etappe zur Wartburg. Darüber berichte ich dann am Montag in Ihrer Hersfelder Zeitung. Ich wünsche ein schönes Wochenende, gehen Sie doch auch mal wandern – vielleicht sogar auf unserem schönen Lutherweg! Wir sehen uns unterwegs!

Der vierte Tag

Luther hatte Angst vor Gewittern, und auch ich habe Respekt davor. Deshalb ging es gestern auch etwas zügiger als sonst nach Friedewald, um den angekündigten Unwettern zuvorzukommen. Diesmal begleitete mich Rainer Schade aus Heenes, der als ausgebildeter Pilgerführer den Weg gut kennt. Wir hatten uns vor einigen Jahren bei der ersten Tour auf dem damals noch ganz jungen Lutherweg kennengelernt.

 Vom Obersberg führt der Weg durch Wiesen und Felder hinab ins Solztal. Am Pilgrimsteg, der das beschaulich murmelnde Bächlein überquert, erwartet mich der Kathuser Ortchronist Karlheinz Otto. Er weiß zu berichten, dass einst mal ein Kirchenmann beinahe in dem Bächlein ertrunken wäre, weshalb es überhaupt die Brücke gibt. Karlheinz Otto steckt voller solcher Geschichten über das Wilddiebdorf, und auf dem kurzen Weg lerne ich viel neues über diesen etwas versteckten und doch so schönen Teil von Bad Hersfeld. Nur die Jungfrauen aus dem wahrlich märchenhaft anmutenden Seeloch bekomme ich leider nicht zu Gesicht. Dann steigt der gut beschilderte Weg hinauf zum Seulingswald. Otto erzählt noch einmal von dem erfolgreichen Kampf gegen die Pläne der US Armee, dort einen Truppenübungsplatz einzurichten. Es wäre eine Schande gewesen. Viel zu schön ist die Natur, atemberaubend der Blick auf Bad Hersfeld im Tal. Dann verschluckt uns der Wald. 

Auf breiten Wegen unter schattigen Bäumen folgen wir dem großen grünen L. Unterwegs treffe ich zum ersten mal andere Pilger, die nach Bad Hersfeld wollen. Sie schwärmen vom Lutherweg, berichten aber auch von Beschilderungsproblemen im Werratal. Da wird noch nachzuarbeiten sein. Rainer Schade will sich darum kümmern. Langsam türmen sich die Gewitterwolken auf. Es wird drückender. Am letzten Aufstieg nach Friedewald habe ich ordentlich zu kämpfen. Der Durst brennt, die Zunge klebt am Gaumen. Dort wo der Lutherweg die Autobahn überquert, erwartet uns Bürgermeister Dirk Noll. Er hatte gestern seinen 47. Geburtstag, ließ es sich aber nicht nehmen, uns persönlich in den Ort zu geleiten. Im Schlosshotel der Familie Göbel zischte dann das Geburtstagsbier. 

Rechtzeitig vor dem Gewitter war der Pilger in Sicherheit. Die Nacht habe ich auf Einladung der Familie Göbel in ihrem zweiten Hotel in Friedewald, dem Löwen, verbracht, das auch als Pilgerherberge ausgewiesen ist. Ein wenig Luxus nach mittlerweile 80 Kilometern auf Schusters Rappen. Am Freitag geht es dann hinab ins Werratal nach Heringen. Wir sehen uns unterwegs!

Der dritte Tag

Das liegt auch an den großartigen Menschen, die ich unterwegs treffe. Seit ich in Breitenbach wieder HZ-Land betreten habe, erkennen mich immer mehr Leser, sprechen mich an, laden mich ein. Herzlichen Dank an alle, auch wenn ich nicht jede nette Einladung annehmen kann. 

Die Nacht zum Mittwoch habe ich bei „Mr. Lutherweg“ Dr. Reiner Cornelius und seiner Frau Gunhild Classen-Cornelius in ihrem Haus mit dem verwunschen Garten und einem sagenhaften Blick ins Aulatal verbracht. Reiner Cornelius weiß alles über den Lutherweg, denn der Biologie-Professor im Ruhestand hat den Weg mindestens vier Mal zu Fuß oder mit dem Mountainbike zurückgelegt, um seinen Pilgerführer zu schreiben, der auch mich immer auf dem rechten Weg geleitet. 

Am Mittwoch hat mich Reiner Cornelius noch bis nach Beierhausen begleitet – auf einem wunderbaren Weg über die Aulaberge, und dabei habe ich Nachhilfe in Biologie erhalten. Einen kompetenteren Begleiter kann man sich kaum wünschen – und weil er auch noch gut kochen kann, war diese Pilgerherberge ein weiterer Höhepunkt am Weg. 

Inzwischen ist es mächtig warm geworden. Unter dem Dach des Waldes ist es schattig und angenehm, aber als der Weg ins Fuldatal schwenkt, flimmert die Hitze auf dem Betonweg. Angenehm kühl ist es in den dicken und schützenden Mauern des Schlosses Eichhof. Ein kurzer Blick ins Lutherzimmer, das schon für die nächste Trauung hergerichtet ist, dann geht es weiter in Richtung Bad Hersfeld. 

Der Lutherweg führt auch an der „Festspiel-Factory“, der alten Abfüllhalle im Kurpark vorbei. Dort proben Dieter Wedel und sein Ensemble das Lutherstück. Als Pilger und somit eine Art Schmalspur-Luther durfte ich schon mal bei den Proben für eine Szene zuschauen. Auf der Bühne nahm Luther gerade Abschied von seinen Freunden und verkündete seinen Weg ins Kloster. Natürlich darf ich nichts verraten. Deshalb sage ich nur: Völlig anders, als ich es erwartet habe, aber ganz, ganz toll! Moni Liegmann, die herzensgute Pressesprecherin von Dieter Wedel versorgte mich noch mit einem Eiscafe, nachdem mir zuvor Meik Ebert, der Sprecher der Stadt, Traubenzucker und Magnesium-Tabletten geschenkt hatte. Das kann ich gut gebrauchen. 

Auf dem Weg zur Redaktion mache ich noch einen Abstecher zur Stadtkirche. Herrlich kühl und still ist es in der Kirche. Zum Dank für den guten Weg bisher, habe ich eine kleine Dankeskerze angezündet. Es ist wirklich alles gut gelaufen – das verdanke ich auch vielen wunderbaren Menschen am Weg. Am Ausgang der Kirche hängt in Stein gemeißelt mein Taufspruch, den ich diesem Text vorangestellt habe. Getreu will ich bleiben und tapfer weiter zur Wartburg laufen. Wir sehen uns unterwegs.

Der zweite Tag

Niederjossa. Ich war dem Himmel so nah – jedenfalls so nah, wie es auf diesem Pilgerweg geht. Die Burg Herzberg mit ihren über 500 Metern markiert den höchsten Punkt des Lutherwegs – höher noch als die Wartburg.

Schweißtreibend ist der Aufstieg zur Burg. Kein Wunder, dass sie nie eingenommen wurde. Doch mein Pilgerführer, Hans-Werner Krug aus Grebenau, der mir zusammen mit seiner Frau Heidi auch Obdach gewährt hatte, kennt Schleichwege durch den Wald. Krug steckt voller Geschichten vom Lutherweg und ist auch sonst eine interessante Persönlichkeit. Als 16-Jähriger hatte er als Sportschütze an den Olympischen Spielen in München 1972 teilgenommen. Und auch sein weiteres Leben nahm viele Wendungen. 

Stoff für einen langen Abend voller guter Gespräche. Am Morgen geht es dann hinauf zur Burg. Schankwirt Marcel Weiprecht hatte gerade das schwere Burgtor aufgesperrt und serviert ein kühles Weizen nach dem Aufstieg. Auf der Burg treffe ich den Kollegen Olaf Brinkmann von Hitradio FFH, der eigens auf den Herzberg gekommen war, um mich über meine Tour zu befragen. Vielleicht haben Sie es ja im Radio gehört. Viel Zeit zum Fachsimpeln unter Kollegen blieb nicht. Ich musste weiter, und auch Olaf hat einen wichtigen Termin. So Gott will, wird er heute Vater. Ihm, seiner Frau und dem neuen Erdenbürger alles Liebe und Gute. 

Auf dem Abstieg erwartet uns schon Wolfgang Limmeroth aus Breitenbach. Der 73-Jährige ist Hauptwegewart des Knüllgebirgsvereins und weiß jede Menge über Wald, Wege und das Wandern. Der Lutherweg in unserem Kreis trägt ganz wesentlich auch seine Handschrift – vor allem die vielen Beschilderungen am Wegesrand. 

Der Abstieg vergeht wie im Fluge. Am Fuße der Burg in Breitenbach erwarten uns schon Bürgermeister Volker Jaritz und begrüßt uns mit dem oben zitierten Pilgerspruch. Zusammen mit dem Vorsitzenden des örtlichen Wandervereins Reiner Döring, seiner Frau Brigitte und Enkelin Elli haben sie für uns eine zünftige Brotzeit bereit. Hausmacher Leberwurst, Blutwurst und Stracke – so gefällt mir das Pilgerleben. Zugegeben, Luthers Weg war viel beschwerlicher. Nach der Brotzeit fällt mir das Aufstehen schwer. Ohnehin sind meine Glieder schwer, die Muskeln schmerzen nach meinem etwas zu langen ersten Pilgertag. Aber die Füße tragen mich brav weiter, denn der Weg ruft. Hans-Werner Krug lässt es sich nicht nehmen, mich noch bis zum Sportplatz von Niederjossa zu begleiten. Hier, am murmelnden Bach und unter schattigen Bäumen, schreiben sich diese Zeilen wie von selbst. 

Rund sieben Kilometer sind es jetzt noch zu meinem Nachquartier bei Familie Cornelius in Niederaula. Am heutigen Mittwoch dann kommt das „Heimspiel“ mit Ziel Bad Hersfeld. Wir sehen uns unterwegs!

Der erste Tag

Hardtmühle bei Eifa. Die ersten knapp 20 Kilometer auf dem Lutherweg liegen hinter mir. Nichtstun sieht sicher anders aus, aber es könnte viel schlimmer sein.

Petrus meint es gut mit dem Pilger. Angenehme Temperaturen, Sonnenschein und Wolken, dennoch rinnt der Schweiß in Strömen. Das Weizenbier, natürlich alkoholfrei, das mir die nette Wirtin der Hardtmühle eben serviert hat obwohl das Gasthaus am Lutherweg heute eigentlich Ruhetag hat, ist verdampft. Oscar, ein großer Pudel des Hauses, schnuppert aufgeregt an dem verschwitzten Pilger und leckt das Salz von dessen Beinen. 

Die Pause tut gut, denn der immer noch etwas zu schwere Rucksack wurde zuletzt immer schwerer und die Beine fangen an zu schmerzen. 20 Kilometer sind mehr als der normale Sonntagsspaziergang, und knapp zehn liegen heute noch vor mir. 

Noch gelingt es mir nicht, in jene meditative Phase des Pilgerns zu verfallen in der sich Geist und Körper voneinander lösen und die die Mühsal des Weges vergessen lässt. Die Gedanken rasen noch, der Alltag ist zu nah. Der Weg und ich – wir müssen uns erst aneinander gewöhnen. 

Ich hatte eine gute erste Nacht in der Pilgerherberge von Eleonore und Rudolf Hansel in Romrod-Zell. Bei Lutherwein und Flammkuchen verging der Abend wie im Fluge. Das Bett war weich, das Frühstück reichlich – so gerüstet bin ich an der alten Kirche von Oberrod gestartet. Der Weg führt durch blühende Rapsfelder, vorbei an glotzenden Kühen und murmelnden Bächen und immer wieder hinein in die Kathedrale des Waldes. Vor allem die Buchen mit ihrem frischen Grün haben es mir angetan. Die Vögel singen dazu für mich ein Wanderlied. 

 Schnell ist Alsfeld erreicht, nur einmal verliere ich kurz den Weg und laufe auf der Straße weiter. In der Walpurgiskirche ist es angenehm kühl und still. Streng blickt Martin Luther an der Seite des Alsfelder Reformators Tileman Schnabel auf den Pilger im Kirchengestühl hinab. Draußen auf dem Marktplatz mit Blick auf die schönen Fachwerkfassaden möchte man in einem der Cafés gern länger verweilen. Aber wir machen ja keinen Urlaub. Weiter geht es durch Wald und Flur in Richtung Grebenau, wo ich die Nacht in der Pilgerherberge von Hans Werner Krug verbringen werde, den ich schon bei der Eröffnung in Romrod getroffen habe. Heute geht es hinauf zur Burg Herzberg und weiter nach Niederaula. Wir sehen uns unterwegs.

Der Start

Romrod. Der Weg ist eröffnet, und ich bin unterwegs. Die kleine Gemeinde Romrod war gestern der Mittelpunkt von Hessen, wie der Vorsitzende des Lutherwegvereins Rudolf Marx bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des Pilgerwegs sagte.

Gehörten zu den ersten Pilger auf dem Lutherweg, der in Romrod eröffnet wurde: Friedewalds ehemaliger Pfarrer Hannes Georg (mit Kreuz), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Bischof Dr. Martin Hein und der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Dr. Volker Jung (daneben von links). Rechts Ideengeber Hartmut Ziehn.

In Romrod wurde die Idee zum Weg geboren und die beiden Ideengeber, Bernd Rausch aus Romrod und Hartmut Ziehn aus Bad Hersfeld, sind glücklich. „Es ist ein guter Tag für mich“, sagt Ziehn und drückt mir ein Stück vom Band in die Hand, das er eben zusammen mit Bischof Martin Hein, Kirchenpräsident Volker Jung, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, der Bürgermeisterin von Romrod Birgit Richtberg und vielen anderen Würdenträgern durchschnitten hat.

„Es ist faszinierend, welche Kraft eine Idee hat und wie sie dann zum Ziel einer Bewegung wird“, hatte die Bürgermeisterin vor der Eröffnung gesagt. Sie ist sichtlich stolz, dass ihre kleine Gemeinde Sitz des Lutherwegvereins ist. Dunkle Wolken und einige Regentropfen geleiten dann den ersten Pilgerzug auf einer kurzen Tour rund um Romrod. Am Weg blöken Schafe, in der Ferne grüßen das Schloss und die Kirche von Romrod.

Wirtschaftsminister Al-Wazir, dessen Ministerium rund 320 000 Euro zum 500 000 Euro teuren Weg dazu gegeben hat, ist mit zünftigen Wanderstiefeln ganz vorn beim Pilgerzug dabei.

Er sieht im Lutherweg auch eine Chance für den Tourismus in Hessen. „Früher haben sich Wanderer noch Plaketten an ihre Stöcke genagelt, der moderne Pilger ist mit GPS unterwegs“, sagt Al-Wazir schmunzelnd. Er hofft, dass künftig die Pilger nicht nur auf Hape Kerkelings Spuren durch Spanien, sondern auch auf Luthers Spuren durch Hessen unterwegs sind.

Finanzielle Unterstützung gab es übrigens auch von der Sparkasse, die 100 000 Euro für den Weg beisteuerte.

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