Mehr als nur Unterricht

Gesamtschule Obersberg öffnete ihre Türen und zeigte Vielfalt

Zeigten stolz ihre drei Projekte: Die Lehrer Özgür Kutluay und Luisa Karges (links und rechts) sowie (von links) Janine Eckert, Fatjona Kastrati, Carolina Richter und Abdul Rahman Arafat treten am Wochenende beim Jugend forscht -Regionalwettbewerb an. Foto:  Marth

Bad Hersfeld. Mehr als Mathe, Deutsch oder Physik: Dass das Leben an einer Schule nicht nur „einfachen“ Unterricht bietet, hat die Gesamtschule Obersberg am Wochenende bewiesen, als sie Besucher zum Tag der offenen Tür einlud. 

Und ihnen so die Möglichkeit gab, das Schulleben einmal in all seinen Facetten zu erleben.

Vor allem die zukünftigen Fünftklässler sollten sich an einem solchen Tag ein Bild von der GSO machen können, erklärte Schulleiterin Kerstin Schmidt. Darüber hinaus sei es aber auch für alle aktuellen Schüler einfach schön, ihre Projekte und das, was sie auf die Beine gestellt haben, einmal öffentlich präsentieren zu können. Dass es davon eine Menge gab, war beim Rundgang durch die Schule schnell zu bemerken.

In der Aula, der Turnhalle, den Klassenräumen und auf den Fluren: An all diesen Orten gab es etwas zu entdecken. Neben Ausstellungen und Präsentationen standen beispielsweise auch Fremdsprachen-Schnupperstunden und naturwissenschaftliche Experimente auf dem Programm – dabei war hinschauen und zuhören genauso wie mitmachen und ausprobieren angesagt. Ganz besondere Aufmerksamkeit fanden diesmal die Biologen. Die nämlich durften nicht nur ihre neuen Fachräume präsentieren, sondern auch ein paar richtig talentierte Nachwuchsforscher vorstellen.

Drei Projekte

Mit gleich drei Projekten tritt die „Jugend forscht“-AG am kommenden Wochenende beim Regionalwettbewerb an – und hat genau damit am Samstag so manchen Besucher zum Staunen gebracht. Den „Blindenleser“ zum Beispiel zeigte Abdul Rahman Arafat, und erklärte in einem kleinen Vortrag, wie er funktioniert. Wird dem Programm via Webcam ein auf Papier aufgeschriebenes Wort gezeigt, scannt es die Buchstaben, setzt sie von selbst zu Wörtern zusammen und liest sie laut für seinen Nutzer vor. Er habe dieses Gerät in seiner Freizeit ganz allein programmiert, erzählte der Siebtklässler voller Stolz und ließ jeden, der wollte, seine Erfindung im Selbstversuch testen. Dass sich solch großes Engagement auch über das Fachliche hinausbewegt, blieb am Wochenende ebenfalls nicht verborgen. So stellte sich beispielsweise auch die Sanitäts-AG vor, die während der Schulzeit immer in Rufbereitschaft ist. Für die Schülersanitäter wird hier Woche für Woche ein echter Dienstplan geschrieben – und allein ein Blick auf diesen verrät: Schule ist mehr als Mathe, Deutsch oder Physik. (kma) 

Tag der offenen Tür der Gesamtschule Obersberg

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