Schüler produzieren Film

Gesamtschule Obersberg nimmt mit Klimaschutz-Projekt an Wettbewerb teil

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Wollen wachrütteln: Die Lehrer (hinten von links) Nina Otto, Özgür Kutluay und (rechts) Luisa Karges haben gemeinsam mit den Schülern (hinten von links) German Krebs, Vanesa Stoilovska, Jason Prochota, (sitzend von links) Diana Gorea, Hannah Dick und Leonie Ventker ein Video zum Thema Klimawandel gedreht. Schulleiterin Kerstin Schmidt (zweite von rechts) ist stolz auf das Projektteam. 

Bad Hersfeld - Eine neunköpfige Gruppe der Gesamtschule Obersberg nimmt mit einem Filmprojekt zum Klimaschutz an einem Wettbewerb der Allianz-Stiftung teil. 

„GSO starts moving“ – die Gesamtschule Obersberg beginnt, sich zu bewegen: So lautet die Initiative, mit der sechs Schüler und drei Lehrer der Bad Hersfelder Schule ihren ganz eigenen Beitrag für den Klimaschutz leisten. In den vergangenen Wochen haben sie ein Projekt auf die Beine gestellt, mit dem sie am Deutschen Klimapreis teilnehmen. Und natürlich würden sie beim Wettbewerb der Allianz-Stiftung am Ende gern gewinnen.

Ihr primäres Ansinnen ist der Sieg jedoch nicht – die neunköpfige Gruppe will wachrütteln und Aufmerksamkeit erzeugen. Dazu hat sie ein kleines Video gedreht, in dem mit Playmobilfiguren verschiedene Zukunftsszenarien durchgespielt werden. Den Beginn des Films macht eine symbolische Szene: An einem Flughafen-Terminal wird eingecheckt, um eine Reise in die Zukunft zu unternehmen. Im Anschluss werden Folgen des Klimawandels durchgespielt: von einer einst idyllischen Kleinstadt, die mit Überschwemmungen und dem Sterben der Natur kämpft, über das Fisch- und Unterwasserpflanzensterben im Meer bis zur Erderwärmung, die selbst dem Weihnachtsmann mangels Schnees vor große Probleme stellen würde. Die Botschaft bei alledem ist unverkennbar: Es ist „fünf vor zwölf“, wir müssen handeln.

Gedreht wurde der Film mit der sogenannten „Stop-Motion-Technik“, bei der Fotos von einzelnen unbewegten Motiven aneinandergereiht werden, sodass die Illusion von Bewegung entsteht.

An den Dreharbeiten hatten Schüler und Lehrer gleichermaßen Spaß – und doch ging der ernsthafte Hintergrund nie verloren. „Wir haben versucht, im Video zu zeigen, welche schönen Dinge zerstört oder bald ganz anders sein könnten, wenn nicht zeitnah gehandelt wird“, sagen die sechs Neuntklässler.

Jeder Einzelne, der einen noch so kleinen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten könne, stünde in der Verantwortung, dies zu tun.

Dass ausgerechnet diese sechs Schüler am Projekt teilnehmen durften, war übrigens nicht dem Zufall überlassen. „Sie wurden vom Klassenlehrer bestimmt“, verrät Biolehrerin Luisa Karges. „Für sie sollte es eine kleine Belohnung sein, weil sie seit Beginn des Schuljahres so gute Arbeit leisten – und weil wir glauben, dass sie so gut sind, dass sie neben dem Unterricht auch noch so etwas schaffen.“

Ausgangspunkt für das Projekt und die daraus entstandene Initiative war eine E-Mail, die im Posteingang von Karges und ihrem Kollegen Özgür Kutluay landete. Zur Verstärkung holten sie „Film-Fachfrau“ Nina Otto mit an Bord. In jeder Menge Arbeitsstunden wurde dann das Video produziert – mit dem Ergebnis ist das Schüler-Lehrer-Team sehr zufrieden.

Nun hofft es, dass das Video nicht nur bei der Klimapreis-Jury gut ankommt, sondern auch vor Ort weite Kreise zieht. Neben den Lehrern der GSO, die es in verschiedenen Fächern einsetzen können, kann es jeder auf der Schulhomepage oder bei Youtube ansehen. „So könnten es theoretisch sogar andere Schulen verwenden“, sagt Karges, „und das wäre natürlich schön.“ (kma) 

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