Viel Applaus vom Publikum

Gemeinsam geträumt: Marie Anjes Lumpp im Grebe-Keller

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„Dreaming for a better world“: Unter diesem Titel stand die Veranstaltung mit Marie Anjes Lumpp (Gesang und Texte), Raoul Vychodil (Saxophone) und Daniel Prandl (Keyboard) im Grebe-Keller.

Bad Hersfeld. „Dreaming for a better world“, Träumen für – und nicht von – eine(r) bessere(n) Welt, unter dieser Überschrift stand eine berührende Auswahl von Texten und Liedern, die Marie Anjes Lumpp am Freitag- und Samstagabend im Bad Hersfelder Grebe-Keller präsentierte.

Begleitet wurde sie von zwei renommierten Jazzmusikern, dem Saxophonisten Raoul Vychodil und Daniel Prandl an den Keyboards.

„Wenn sie oft Radio hören, müssten sie eigentlich auf den Gedanken kommen, in einer Bananenrepublik zu leben“, leitete Theatermacher Holk Freytag, der das Programm zusammengestellt hatte, seine Anmoderation ein. „Dem ist natürlich nicht so“, fuhr Freytag fort, aber aktuelle Ereignisse wie das unwürdige Geschacher um die Regierungsbildung oder der Dieselskandal verhießen leider nichts Gutes. Dieser Abend zeige, welche Antworten die Kunst in solchen Situationen liefern kann.

Besonders anrührend das von Marie Anjes Lumpp mit zarter, fast brüchiger Stimme vorgetragene „Amazing Grace“, welches sich nahtlos an Häuptling Seattles Appell an seine weißen Brüder „Wir sind ein Teil der Erde“ anschloss. 

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war sicherlich Lumpps Interpretation von Joni Mitchells „Woodstock“, in der das große stimmliche Potential der Hersfeldpreisträgerin voll zum Ausdruck kam. 

Unterm Strich ein anspruchsvoller, tiefsinniger und trotzdem wunderbarer Abend mit hervorragenden Künstlern und einem großartigen Publikum, das die gezeigten Leistungen mit viel Applaus zu würdigen wusste.

Von Thomas Landsiedel

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