Eindringliche Mahnung und Erinnerung an die Pogrome gegen jüdische Mitbürger im Jahr 1938

Gedenken an die Opfer des Holocaust in Bad Hersfeld

Totengedenken am Holocaust-Mahnmal: Christopher und Robert Willing zelebrierten das El male Rahamim, ein jüdisches Gebet zur Totenklage.  
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Totengedenken am Holocaust-Mahnmal: Christopher und Robert Willing zelebrierten das El male Rahamim, ein jüdisches Gebet zur Totenklage.  

Zum Gedenken an die Pogrome gegen jüdische Mitbürger sind am Sonntagnachmittag rund 50 Menschen an der Holocaust-Gedenkstätte am Schillerplatz in Bad Hersfeld zusammengekommen.

Bad Hersfeld - Eingeladen dazu hatte die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erinnerung an die jüdischen Bürger in unserer Region, die in der Zeit des National-Sozialismus verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, wachzuhalten. Werner Schnitzlein und Pfarrer Reiner Bätzing leiteten das Gedenken ein.

Der Erste Stadtrat Gunter Grimm schlug einen historischen Bogen vom Holocaust zu den aktuellen Ereignissen in Deutschland: „Es ist ein Skandal, dass heute hier wieder Synagogen angegriffen werden und das Wort Jude auf Schulhöfen als Schimpfwort missbraucht wird“, sagte er. Er habe auch kein Verständnis für Menschen aus anderen Ländern, die bei uns Schutz gefunden haben und sich trotzdem antisemitischer Taten schuldig machten, sagte Grimm in der Gedenkansprache.

Das geistliche Wort sprach Prädikantin Cornelia Mohr, die in persönlichen Worten von einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem berichtete und mahnte, dass Erinnern auch nach 80 Jahren wichtig sei und das Bewusstsein schärfe.

Das Totengedenken zelebrierten dann Christopher und Robert Willing. Umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung vom Posaunenchor der Stadtkirche und des CVJM. Die Gedenkfeier fand in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen statt.

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