Rund 200 Menschen bei Schüler-Protesten

„Friday for Future“ beim Hessentag in Bad Hersfeld: Demonstration gegen den Klima-Blues

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Fridays for Future in Bad Hersfeld: Der Sänger Klaus Adamaschek spielte zwei Songs für die rund 200 meist jugendlichen Demonstranten am Brink in Bad Hersfeld. 

Rund 200 Menschen haben am Freitagmittag im Vorfeld des Hessentags im Zuge der weltweiten Proteste zum „Friday for Future“ gegen den Klimawandel mobil gemacht.

Bad Hersfeld – Dass sie laut sind, war schon beim Start am Bad Hersfelder Bahnhof deutlich hörbar. Warum sie so laut sind, wurde im Verlauf der Demonstration mehr als deutlich: Sie protestierten gegen den Klimawandel.

Organisiert wurde die Demonstration von Schülern der Modelschule Obersberg, aber auch viele Ältere, darunter Kommunalpolitiker der Grünen und Linken, schlossen sich dem Protestzug an. „Oldies for Future – Widerstand statt Ruhestand“ war beispielsweise auf einem ihrer Plakate zu lesen. Eskortiert von einem Polizeiwagen und Sicherheitskräften zogen die Demonstranten friedlich, aber lautstark über den Stadtring zur Kundgebung am Brink. Dort erwartete sie der Liedermacher Klaus Adamaschek alias Shiregreen, der seinen eigens für die „Fridays for Future“-Proteste geschriebenen Song „Was sind denn das für Zeiten“ und den „Klima-Blues“ vortrug.

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Als 61-Jähriger überbrachte er die „die Grüße der älteren Generation“ und rief den Schülern zu, sie sollten sich nicht durch gehässige Kommentare in den sozialen Medien entmutigen lassen.

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MSO-Schülerin Amy Sabrina Petzel, die die Demo mitorganisiert hatten, erklärte: „Wir müssen jetzt endlich handeln“ und nannte als eine Maßnahme gegen den Klimawandel einen „kostenlosen und verlässlichen Personennahverkehr“ für alle. Gelobt wurde das hessenweite Schülerticket für einen Euro. MSO-Schüler Julian Schneider mahnte seine Mitstreiter: „Wir haben jetzt zwar die Aufmerksamkeit, aber wir haben noch nichts erreicht. Deshalb müssen wir weitermachen.“

"Fridays for Future"-Demo beim Hessentag

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