Sabine Kropf-Brandau stellte sich in Marienkirche vor

Freundlicher Empfang für die neue Pröpstin in Hanau

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Einzug in die Hanauer Marienkirche: Pröpstin Sab ine Kropf-Brandau und Bischof Dr. Martin Hein. Das ganze Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuz oben rechts klicken.

Hanau – Die Pröpstin des neuen Sprengels Hanau-Hersfeld, Sabine Kropf-Brandau, wurde am Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst in der Marienkirche Hanau vorgestellt.

 Bisher leitete die Pfarrerin und Mutter von drei erwachsenen Kindern den Sprengel Hersfeld. Seit Jahresbeginn gehören die sieben Kirchenkreise Fulda, Gelnhausen, Hanau, Hersfeld, Rotenburg, Schlüchtern und Schmalkalden mit 189 Pfarrerinnen und Pfarrern in 171 Kirchengemeinden zu ihrem Aufgabengebiet.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein betonte in seiner Vorstellungsansprache, dass der neue Sprengel in seiner Ausdehnung „im Osten vom Thüringer Wald bis im Südwesten durch das Kinzigtal hindurch nach Frankfurt“ zugleich spannungsvoll und spannend sei. Auf allen Ebenen seien moderate Einsparungen vorzunehmen – und dabei könne auch die Leitungsebene nicht geschont werden, erläuterte der Bischof den Hintergrund der Reduktion der Sprengel innerhalb der Landeskirche.

„Eine Pröpstin unterstützt den Bischof in der Ausführung seines Amtes auf der Ebene des Sprengels und übernimmt unter anderem die seelsorgerliche Tätigkeit bei den Pfarrerinnen und Pfarrern“, führte Hein weiter aus und zeigte sich zuversichtlich, dass die gute Arbeit auch in einem größeren Bereich fortgesetzt werden kann: „In Sabine Kropf-Brandau haben Sie ein verlässliches, offenes und zugewandtes Gegenüber, haben Sie eine bischöfliche Ansprechpartnerin, die sich Zeit für Ihre Anliegen nimmt und die – das darf ich sagen – ausgesprochen gern Gottesdienste feiert.“

Ihre Predigt stellte Kropf-Brandau unter ein Zitat des Pfarrers und Autors Klaus Douglass: „Wer möchte, dass Kirche bleibt, wie sie ist, möchte nicht, dass Kirche bleibt.“ Diesen Satz legte sie an der biblischen Erzählung von Jesus aus, der seinen Jüngern, als sie nachts in einem Boot auf dem See Genezareth in Not gerieten, auf dem Wasser entgegenkommt. Veränderungsprozesse seien in der Kirche stets vorhanden und nötig. „Unsere Kirche fährt durch raue Zeiten – so wie die Jünger im Sturm auf dem See Genezareth. Lernen wir aus dieser Erzählung etwas für uns!“ rief sie in der Predigt auf. Das Rettende käme oft als das Fremde und verursache Ängste, aber es gebe keinen einzigen Grund zur Hoffnungslosigkeit. Wer nur auf die Wellen schaue, der drohe unterzugehen, aber „eine Sprengeleinteilung verändert ja nichts am Glauben“. Und nur daraus ziehe die Kirche die Kraft, die sie voranbringt, gab die Pröpstin den Besuchenden mit auf den Weg.  red/rey

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