Der Freiraum will hoch hinaus

Neue Räume für Bad Hersfelder Begegnungsprojekt 

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In diesem Gebäude in der Gotzbertstraße in Bad Hersfeld wird künftig die Freiraum-Projektwerkstatt untergebracht.

Das Projekt Freiraum, das zur Unterstützung von geflüchteten Menschen gegründet worden ist, zieht aus dem alten Buchcafé in neue Räume in der Bad Hersfelder Gotzbertstraße. 

Der „FREIraum“ hat neue Räume gefunden. Das Projekt, das 2015 zunächst zur Unterstützung geflüchteter Menschen entstand und in den ehemaligen Räumen des Buchcafés in der Badestube zunächst eine Kleiderkammer und dann auch einen Umsonstladen, eine Reparaturwerkstatt und Begegnungsmöglichkeiten für Neuankömmlinge und Einheimische bot, wird nun in die Gotzbertstraße 64 umziehen.

Die bisherigen Räume waren gekündigt worden, weil sie saniert und zu Wohnungen umgebaut werden sollen. Das teilt Timo Schadt mit, Vorstandssprecher des Fördervereins Kultur und Umweltbildung, der Träger dieses und weiterer Projekte ist.

„Die neuen Räume sind zwar nicht gerade zentral gelegen“, räumt Timo Schadt ein, bieten aber eine ganze Reihe von Vorteilen. Zum einen gebe es sowohl eine Bushaltestelle direkt vor dem Haus, dem ehemaligen Schwesternwohnheim in der Gotzbertstraße, als auch ausreichend Parkplätze. Zur Verfügung stehen dann nach einer Umbauphase, in der unter anderem der Brandschutz sichergestellt werden soll und die wohl noch einige Monate dauern wird, Räume im siebten Obergeschoss des Hochhauses sowie im Keller. Dort könnten dann, wie bisher im alten Freiraum, Begegnungen stattfinden, Sitzungen oder Arbeitskreistreffen, erklärt Antonia Rösner, Vorstandsmitglied des Fördervereins. Auch neue Gruppen seien willkommen. Umsonstladen, Kleidertausch, und Reparaturwerkstatt könnten ebenfalls Platz finden.

Besonders begeistert ist Timo Schadt allerdings von lichtdurchfluteten Wintergärten auf dem Dach, wo er sich ein Gemeinschaftsgartenprojekt vorstellt. In Pflanzgefäßen könnten Salat und Gemüse, aber auch Erdbeeren und anderes Obst angebaut werden. Dabei könnten, so stellt er sich das vor, auch Bewohner des nahegelegenen Seniorenheims mit einbezogen werden. Denn das Dachgeschoss ist mit Aufzug erreichbar und Hochbeete können auch von körperlich beeinträchtigten Menschen bewirtschaftet werden.

„Der Freiraum, der jetzt noch den Zusatztitel Projektwerkstatt tragen soll, ist ein Mitmachprojekt“, erläutert Timo Schadt. Hier könne jeder seine Ideen einbringen und umsetzen. Neue Interessenten seien immer willkommen. Schon jetzt sind Menschen ganz unterschiedlicher Altersgruppen aus verschiedenen Ländern im Freiraum aktiv.

Das nächste Treffen zur weiteren Planung findet am Montag, 27. Juli, ab 19 Uhr in der Gotzbertstraße 64 statt,

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