ZWISCHEN DEN ZEILEN

Freiheit, Hass und ein Filetgrundstück

Über die Freiheit schreibt HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff in unserer Wochenkolumne.

Reden wir mal über die Freiheit: Ein wichtiges Thema in einer Zeit, in der die Freiheit durch Corona massiv eingeschränkt wird: Die Bewegungsfreiheit, die Reisefreiheit, die Versammlungsfreiheit – auch die Freiheit, einen geliebten Menschen in den Arm zu nehmen. Die Pressefreiheit, an die alljährlich am 3. Mai erinnert wird, steht in Deutschland glücklicherweise ganz gut da. Wir konnten uns sogar von Platz 13. auf Platz 11. in der Welt-Rangliste von „Reporter ohne Grenzen“ verbessern. An Leserreaktionen merken wir, dass sich gerade in Krisenzeiten voller Fakenews viele Menschen auf den Wert von unabhängigen Medien besinnen. Auch wenn das Recherchieren zurzeit nicht einfacher geworden ist, versuchen wir, unseren Job so gut wie möglich zu machen – bestärkt durch Ihren Zuspruch, liebe Leserinnen und Leser. Danke dafür!

Dennoch warnen die Kollegen von Reporter ohne Grenzen, dass „die Corona-Pandemie repressive Tendenzen weltweit wie ein Brennglas bündelt“. Und leider schürt zum Beispiel US-Präsident Trump auch den Hass auf Journalisten. Dabei waren die USA für uns Deutsche nach dem Krieg das Vorbild für unsere freie Presse. Am Point Alpha wurde in diesen Tagen per Videobotschaft an die Verdienste der USA für Demokratie und Freiheit gerade auch in unserer Region erinnert. Grund zur Dankbarkeit, aber auch zur Wachsamkeit.

Was passiert eigentlich mit dem Filetstück zwischen Dippelstraße und Benno-Schilde-Straße, wo jetzt nur Autos parken? Gerüchte über einen Hotelneubau wabern durch die Stadt. Doch das ist Zukunftsmusik. Auch hier hat Corona auf die Bremse getreten. Das Grundstück bebauen will der VR-Bankverein, der auch für den Herkules plant. „Beide Projekte sind in der Entwicklung“, erklärt VR-Sprecher Oliver Schöbel auf Nachfrage. Ein Hotel sei nur eine mögliche Option. Letztlich würden wirtschaftliche Erwägungen dabei den Ausschlag geben. Aber wie sich die Wirtschaft in diesen Zeiten entwickeln wird – wer weiß das schon?

Solidarische Grüße an alle Arbeitnehmer in der Krise zum 1. Mai. Diesmal keine Demo: Bleiben Sie daheim!

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