Hersfelderin engagiert sich

Forschungsprojekt "Touchdown 21": Internationale Erfolge

Gelebte Inklusion: In Bern ist das Projekt Touchdown 21, das sich für Menschen mit Down Syndrom einsetzt, mit dem Swiss Diversity Award ausgezeichnet worden. Den Preis nahmen Anne Leichtfuß (Mitte), Damian Bright (links) und Dominik Imhof (rechts) in Empfang. Foto: Pascal Bovey

Bad Hersfeld. Das Forschungsprojekt „Touchdown 21“, das sich mit dem Down-Syndrom beschäftigt, und das von der Hersfelderin Anne Leichtfuß mit gegründet wurde, feiert Erfolge.

Eine Ausstellung, die zunächst für die Kunsthalle Bonn konzipiert worden und danach in Bremen zu sehen war, wurde mit großem Erfolg in der Schweizer Hauptstadt Bern und zuletzt in Kiew in der Ukraine gezeigt. Eine weitere Ausstellung in der Ukraine ist für nächstes Jahr geplant. Im Vorfeld der Ausstellung hat es mehrere Workshops in Kiew gegeben.

Das Down-Syndrom im Fokus: Das Forschungsprojekt Touchdown 21, in dem Menschen mit und ohne Down-Syndrom zusammenarbeiten und das von der Bad Hersfelderin Anne Leichtfuß mit ins Leben gerufen wurde, präsentierte jetzt Arbeiten von deutschen und ukrainischen Künstlern in Kiew und stieß dort auf großes Medieninteresse. Foto: Britt Schilling

In der Schweiz wurde das Projekt mit dem Swiss Diversity Award 2018 ausgezeichnet. Dieser Preis wurde 2018 neu ins Leben gerufen und wird vergeben, um Projekte zu würdigen, die Leistungen und Erfolge zur Förderung von Diversität und Inklusion erbringen. Touchdown 21 erhielt den Preis in der Kategorie International. Er ist mit 1000 Schweizer Franken dotiert.

Weitere Preise, die das Projekt gewonnen hat sind der Deutsche PR-Preis 2018, und zwar sowohl in der Kategorie Verantwortungs- und Nachhaltigkeitskommunikation und „Digitale Public Affairs“ und das Goldene Chromosom des Deutschen Down-Syndrom Info-Centers. 2016 wurde Touchdown 21 als „-Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ geehrt und war für den Grimme-Online-Award nominiert.

Im Forschungsprojekt Touchdown 21 arbeiten Menschen mit und ohne Down-Syndrom zusammen. Erforscht wird unter anderem, wie Menschen mit Down-Syndrom früher lebten und welche Chancen sie heute haben. Ein wichtiger Forschungsbereich ist zudem die vorgeburtliche Diagnostik, die zur Folge hat, dass die meisten Kinder mit Down-Syndrom nicht geboren, sondern vor der Geburt abgetrieben werden. Gemeinsam wird das Magazin „Ohrenkuss ... da rein, da raus“ produziert. Projektleiterin ist Katja de Bragança, Anne Leichtfuß ist für die Internetseite von Touchdown 21 zuständig. Sie ist zudem Fachfrau für Kommunikation und Leichte Sprache.

Gemeinsam erarbeitet

In der Ausstellung werden unter anderem Lebensgeschichten von Menschen mit Down-Syndrom erzählt und ihre Kunstwerke gezeigt. Zudem fand eine Aufführung von Touchdown 21 mini statt, eine von Ukrainern und Deutschen gemeinsam erarbeitete Bühnen-Präsentation. Die Verständigung zwischen den Teilnehmern aus Deutschland und der Ukraine klappte mit Hilfe von Übersetzern und Zeichensprache richtig gut, erzählt Anne Leichtfuß.

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