Kreis sucht weitere Unterkunft

300 Flüchtlinge sollen in der Nacht zu Donnerstag kommen

Soll in der Nacht zum Donnerstag bezogen werden: die Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld. Foto: Reymond

Hersfeld-Rotenburg. Die Notunterkunft im ehemaligen Herkules-Einkaufsmarkt wird vorraussichtlich schon in der Nacht zum Donnerstag bezogen.

Der Landkreis erwartet, dass rund 300 Flüchtlinge nach Bad Hersfeld kommen werden. Das Land hatte den Kreis aufgefordert, die Unterkunft bis spätestens Mittwoch, 18 Uhr, bezugsfertig zu haben (wir berichteten). Das werde auch eingehalten, falls gleich in der Nacht die ersten Flüchtlinge kommen, erklärte Kreissprecher Dirk Herrmann. Es könne aber auch sein, dass das Land die Notunterkunft erst später nutzen wird.

Laut Herrmann sucht der Kreis noch nach einer weiteren Unterkunft für etwa 500 Flüchtlinge im Kreisgebiet, um das Sonderkontingent von 1000 Flüchtlingen aufnehmen zu können. Verhandlungen über den ehemaligen Toom-Baumarkt in Bebra laufen, aber auch über mehrere andere Objekte. Herrmann: „Das politische Ziel ist weiter, keine öffentlichen Gebäude wie Schulturnhallen zu nutzen, solange wir genug Vorlaufzeit für eine Belegung haben.“

Das hessische Sozialministerium hat am Dienstag mit einer Pressemitteilung kurzzeitig für Irritationen gesorgt. Darin ist von einer „weiteren Notunterkunft im Landkreis Hersfeld-Rotenburg“ die Rede. Dabei geht es aber um das Kontingent, für dessen erste Hälfte bereits Unterkünfte im ehemaligen Herkules-Markt geschaffen sind, erklärte Herrmann.

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