Finanziell schmerzhaft

Bad Hersfelder Ausschuss informiert sich über Stadionausbau

Besichtigung auf Abstand: Der Bad Hersfelder Parlamentsausschuss für Soziales und Sport mit seinem Vorsitzenden Jan Saal (im roten Hemd) informierte sich über die Stadionanlage an der Oberau.
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Besichtigung auf Abstand: Der Bad Hersfelder Parlamentsausschuss für Soziales und Sport mit seinem Vorsitzenden Jan Saal (im roten Hemd) informierte sich über die Stadionanlage an der Oberau.

Zu einem Ortstermin traf sich der Bad Hersfelder Parlamentsausschuss für Soziales und Sport am Stadion an der Oberau. Dort stehen noch weitere große Projekte an.

Bad Hersfeld – Ein Hessentagsprojekt schreitet seiner Vollendung entgegen, und ein lang gehegter Wunsch könnte in Erfüllung gehen: Doch sowohl bei der Sanierung des Hessen-Stadions Oberau als auch bei der Einrichtung eines neuen Wohnmobilstellplatzes müssen die Bad Hersfelder Stadtverordneten noch finanziell schmerzhafte Entscheidungen treffen.

Beim Ortstermin des Stadtverordneten-Ausschusses für Soziales und Sport berichtete Bauamtschef Johannes van Horrick vom Stand der Dinge. Demnach ist das bereits zum Hessentag im vergangenen Jahr fertiggestellte Funktionsgebäude nach der Beseitigung des von der Versicherung bezahlten Wasserschadens endgültig nutzbar. Bis Mitte September sollen hier auch die Außenanlagen hergerichtet sein, sodass die Anlage Ende nächsten Monats dem Sport zur Verfügung steht.

Der im angrenzenden Bereich geplante Kunstrasenplatz (B-Platz), so erläuterte Martin Bode, Leiter des Fachbereichs Technische Dienste, soll ab dem kommenden Frühjahr verwirklicht werden. Es handele sich um die modernste Bauart, ohne das umstrittene Granulat, sondern mit einer Verfüllung aus Sand.

Die Dimensionen des Platzes werden auch dann noch normgerecht sein, wenn an der Grundstückgrenze zur Kleingartenanlage Unterau die Zufahrt zum ebenfalls geplanten Wohnmobilstellplatz vom Sportgelände abgezwackt wird (unsere Zeitung berichtete).

Die Zufahrt für den geplanten Wohnmobilstellplatz soll hier über das Stadiongelände führen. Der Hersfelder Parlamentsausschuss für Soziales und Sport sah sich die Situation vor Ort an.

Da diese beiden Baumaßnahmen sinnvollerweise gleichzeitig umgesetzt werden sollen, müssen die Stadtparlamentarier jetzt über die Kosten entscheiden: Rund 400 000 Euro soll der Platz für die 25 bis 30 Wohnmobile kosten, wobei über eine Nutzung für Wohnwagen noch nicht final entschieden ist. Zusätzlich müssten etwa 200 000 Euro für die Zufahrt bereitgestellt werden.

Der B-Platz ist samt der erforderlichen Ausstattung mit rund 670 000 Euro veranschlagt. Da jedoch beim Funktionsgebäude Mehrkosten entstanden sind, muss auch hier nachfinanziert werden.

Gleichwohl befürworte der Ausschuss die vorgestellten Vorhaben und Konzepte einstimmig. Das letzte Wort hat wie immer die Stadtverordnetenversammlung, die am 3. September tagt. (Karl Schönholtz)

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