Kombinierter Verkehr als Verbindung aus Straße und Schiene

Filament Factory in Bad Hersfeld lässt Bahnanschluss prüfen

Das Bild zeigt einen Teil des Unternehmensgeländes von Filament Factory in Bad Hersfeld.
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Genug Platz vorhanden: Das Unternehmensgelände umfasst eine Fläche von 60 000 Quadratmetern.

Der in Bad Hersfeld ansässige Faser-Hersteller Filament Factory lässt nun die Reaktivierung der am Gelände verlaufenden Bahngleise prüfen.

Bad Hersfeld - Ob ein Terminal für den kombinierten Verkehr, also die Verbindung aus Straße und Schiene, auf dem Gelände der The Filament Factory GmbH in Bad Hersfeld möglich ist, soll jetzt Gomultimodal prüfen, eine auf kombinierten Verkehr spezialisierte Beratungsgesellschaft aus Hamburg.

Das Unternehmensgelände am Europa-Kreisel in Bad Hersfeld, ehemals Hoechst Faserwerke, bietet für das Terminal eine Fläche von 60 000 Quadratmetern mit einer möglichen Gleislänge von 740 Metern. Die Reaktivierung der vorhandenen Gleisanlage war bereits vor einigen Wochen im Gespräch (wir berichteten). Einige Vorteile hätte das Ganze: Durch die zentrale Lage mitten in Deutschland sind die Bundesautobahnen A 4, A 5 und A 7 schnell zu erreichen. Auch der Streckenabschnitt der Deutschen Bahn zwischen Göttingen und Frankfurt liegt in unmittelbarer Nähe. Dieser ist Teil einer für die europäische Wirtschaft entscheidenden Güterverkehrsachse – dem Skandinavien-Mittelmeer-Korridor im Trans-European Transport Networt (TEN-T).

Die kurze Distanz nach Bebra, zu einem der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands, ermögliche zudem viele Anbindungs- und Nutzungsmöglichkeiten für den kombinierten Verkehr in Deutschland und Europa. Außerdem befinden sich über 50 bekannte Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen im Umkreis von 20 Kilometern, wie Amazon und GLS. Nicht nur Filament Factory könnte per Bahn das für die Produktion notwendige Granulat beziehen, auch für andere Firmen wäre ein umweltfreundlicher Bahnanschluss interessant, heißt es. (red/lea)

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