Einrichtungsgegenstände brannten 

Feuer in Bad Hersfelder Hochhaus: Zehn Bewohner evakuiert

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Feuer im ehemaligen Schwesternwohnheim in Bad Hersfeld: Die Feuerwehr rettete zehn Personen per Drehleiter aus dem Gebäude. 

Bad Hersfeld - Bei einem Feuer im ehemaligen Schwesternwohnheim in Bad Hersfeld in der Nacht zum Sonntag erlitten mehrere Bewohner Rauchgasvergiftungen. 

Gegen 1.30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Bad Hersfeld und den Stadtteilen sowie die Drehleiter aus Rotenburg zu dem Gebäude unweit des Klinikums alarmiert. Laut Mitteilung der Polizei brannte im Hausflur abgestellter Sperrmüll. Dichter Rauch verteilte sich vom vierten Stock über mehrere Etagen und drang auch in umliegende Wohnungen ein, deren Bewohner durch die Feuerwehr aus dem Hochhaus evakuiert werden mussten. Auch über zwei Drehleitern wurden insgesamt 10 Bewohner, denen der Weg über die Treppenhäuser aufgrund des starken Rauchs abgeschnitten war, evakuiert und dem Rettungsdienst übergeben. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im Haus von der Feuerwehr gefunden, mit einem Bergetuch aus dem Haus getragen und dem Rettungsdienst übergeben. Eine weitere Person wurde ebenfalls mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. 

Großeinsatz: Rund 60 Feuerwerhleute, Rettungsdienst und Notärzte rückten zu dem Hochhaus aus. 

Die evakuierten Bewohner, kamen an der Einsatzstelle aufgrund der Minustemperaturen zunächst in den bereitgestellten Mannschaftsbussen der Feuerwehr unter. Bis auf die Bewohner der vierten Etage, die für den Rest der Nacht als unbewohnbar erklärt wurde, konnten nach gründlicher Belüftung alle wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Aufgrund der Temperaturen von minus 9 Grad gefror auf der Straße das Löschwasser. Die Eisflächen mussten von der Feuerwehr, die insgesamt mit 60 Einsatzkräften vor Ort war, abgestreut werden. Für die Betreuung der Verletzten waren drei Rettungswagen, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und Notärzte an der Einsatzstelle. 

Bei Temperaturen von minus 9 Grad gefror das Löschwasser. Die Feuerwehr streute die Eisflächen mit Salz ab. 

Für die genaue Brandursachenermittlung hat der Kriminaldauerdienst die Ermittlungen aufgenommen. Über die Höhe des Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden. Am 1. August 2018 war die Feuerwehr schon einmal zu einem Einsatz  am Hochhaus ausgerückt. Damals brannte ein großer Haufen mit Bauschutt vor dem Gebäude. Bei dem Einsatz mussten fast alle Bewohner evakuiert werden. (yk) 

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