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Festspiele: Manuel Nero spielt mehrere Rollen im „Club der toten Dichter“

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Wieder in Bad Hersfeld: Manuel Nero ist zum zweiten Mal bei den Festspielen.
Wieder in Bad Hersfeld: Manuel Nero ist zum zweiten Mal bei den Festspielen. © Märthe Werder

Manuel Nero ist zum zweiten Mal bei den Bad Hersfelder Festspielen zu Gast. Auch in diesem Jahr spielt er wieder im Stück „Club der toten Dichter“.

Bad Hersfeld – Kaffee ist für ihn nur Mittel zum Zweck, verrät Schauspieler Manuel Nero bei unserem Gespräch: ,,Ich bin kein Kaffeegenießer, ich brauche Koffein nur, um wach zu werden.“ Nero ist zum zweiten Mal in Bad Hersfeld, bereits im letzten Jahr war der Schauspieler ein Mitglied vom ,,Club der toten Dichter“. „Das ist wie ein Familienfest, wo man sich nach einem gewissen Zeitraum wieder sieht“, sagt er.

An der Stiftsruine gefällt ihm sowohl die Lokalität als auch die Atmosphäre. „Das ist etwas Einzigartiges, ich glaube nicht, dass ich das irgendwo sonst wieder sehen oder erleben werde.“

Im Stück spielt der 26-jährige Kurt Hopkins, einen stilleren Schüler und Bubba, einen Jungen vom College. „Bei Kurt Hopkins hab‘ ich viele Möglichkeiten für mich zu finden, wo die Rolle liegt, weil er eben nicht so viel Text hat“. Er liebt es, unterschiedliche Charaktere zu spielen, Persönlichkeiten darzustellen, die nichts mit seiner Person gemein haben. So findet er beispielsweise von Bubbas extrovertierter Art nicht wirklich etwas bei sich.

In diesem Jahr stand er aber auch als Richard Cameron auf der Bühne, da Schauspielkollege Constantin Gerhards krankheitsbedingt ausgefallen ist. Einen Abend vorher erfuhr Nero, dass er einspringen soll. „Weil ich das Stück seit letztem Jahr kenne und wir im Grunde genommen hinter der Bühne alle Texte mitsprechen können, war das machbar.“ Die Chance, noch eine weitere Rolle zu spielen, nahm er daher dankend an.

Manuel Nero hat früher mit Freude in der Theater AG seiner Schule gespielt. Nach dem Abitur begann der gebürtige Stuttgarter 2016 die Ausbildung zum Schauspieler an der Theaterakademie Stuttgart, seit seinem Abschluss 2020 arbeitet er als Schauspieler und Sprecher.

Bislang hat er das Synchronsprechen nur als Hobby gemacht. „Ich will irgendwann den professionellen Schritt dorthin wagen und gucken, ob es mir tatsächlich Spaß macht.“ Dazu gekommen ist er über seinen besten Freund, der englischsprachige Sketche übersetzt und auf Deutsch synchronisiert hat.

Wenn der Schauspieler Sport macht, dann geht er Joggen oder trainiert mit dem eigenen Körpergewicht. „Früher habe ich Karate gemacht, da habe ich gelernt, wo mein Körper anfängt und wo er aufhört.“ Das ist hilfreich, wenn man Bühnenkämpfe macht, Nero selbst hat da viel Spaß dran. Dabei unterscheidet sich die Arbeit je nachdem, ob es um einen Film oder ein Theaterstück geht.

„Beim Dreh für einen Film weiß man genau, wo die Kamera positioniert ist, und muss sich nur nach diesem einen Punkt ausrichten. Auf der Bühne muss das aber für alle Zuschauer aus unterschiedlichen Perspektiven funktionieren“, erklärt er.

Der 26-Jährige steht sowohl gerne auf der Bühne als auch vor der Kamera. „Im Theater hast du an dem Abend diese eine Chance, diesen Satz richtig zu sagen“, vergleicht Nero das Theater mit dem Film. „Beim Film hätte ich zur Not die Möglichkeit, es nochmal zu probieren. Ich habe Spaß an beidem.“

(Märthe Werder)

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