Farbe erhitzt die Gemüter 

Fassade ist umstritten: Neues Feuerwehrgerätehaus in Asbach „erstrahlt“ tiefgrau

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Den einen gefällt es, den anderen ist es zu düster: Die Süd-/Westfassaden des neuen Feuerwehrgerätehauses in Asbach sind dunkelgrau verputzt. In dem dunkelgrauen Gebäudeteil sind unter anderem die Umkleiden, die Duschen und die Besprechungsräume sowie ein Büro untergebracht. Die Fahrzeughalle mit Sichtbeton (hinten rechts im Bild zu sehen) ist heller. 

Der neue Feuerwehrstützpunkt in Asbach strebt seiner Vollendung entgegen – und erhitzt wegen seiner Farbgebung die Gemüter.

Fast schwarz wirken die tiefgrauen Süd-/Westfassaden an den großflächigen Verputzteilen, davor erstreckt sich ein großer, dunkel gehaltener Parkplatz. „Wie sieht der Anstrich denn aus und was das soll im Sommer für eine Hitze geben?“, fragen die einen. „Ist doch schick“, meinen hingegen andere Asbacherinnen und Asbacher.

Unberührt lässt der Neubau augenscheinlich die wenigsten Einheimischen. Und das ist wohl auch wichtig und richtig, denn über die Ortsgrenzen von Asbach und Beiershausen hinaus dient die künftige Ausstattung auch der kreisweiten Gefahrenabwehr und ist insofern von regionaler Bedeutung.

Dabei ist die Farbwahl gar nicht neu. Ursprünglich war laut Bauamtsleiter Johannes van Horrick allerdings eine Holzfassade mit karbonisiertem, sprich: verkohltem, Holz vorgesehen, die somit ebenfalls dunkelgrau bis schwarz gewesen wäre. Aus Kostengründen habe man davon aber schließlich Abstand genommen – rund 50 000 Euro mehr hätte die Holzfassade gekostet, so van Horrick. Da jedoch das gesamte Farbkonzept auf die ursprünglichen Pläne des Architekturbüros abgestimmt gewesen sei, sei man trotzdem bei der dunklen Farbe geblieben. Der Neubau wurde stattdessen dunkelgrau verputzt. Dass die Farbe etwas ungewöhnlich ist und deshalb für manchen vielleicht etwas befremdlich wirke, will van Horrick nicht abstreiten. Neben der Stadt als Bauherr und dem Architekturbüro war an den Planungen auch die Feuerwehr beteiligt.

Das neue Gerätehaus ist im Übrigen nicht komplett in Dunkel gehalten: Die Fahrzeughalle besteht aus hellerem Sichtbeton.

Acht Stellplätze, großzügige Räume für den Umkleidebereich mit Duschen, Jugendraum und Schulungsraum: Die Feuerwehren in Asbach und Beiershausen bekommen ein durchaus imposantes Gerätehaus. Neben den Stadtteilwehren wird auch der GABC-Zug der Bad Hersfelder Feuerwehr am neuen Stützpunkt im Fuldatal stationiert. Für den Neubau sind rund fünf Millionen Euro Investitionskosten kalkuliert.

Nach leichten zeitlichen Verzögerungen können die Feuerwehrkameradinnen- und Kameraden wohl noch im Sommer 2020 den neuen Standort in Betrieb nehmen. „Die Übergabe ist nun für Mitte/Ende Juni geplant“, so van Horrick. Der Termin Ende Mai hätte nicht eingehalten werden können, da eine Firma coronabedingt ausgefallen sei. Bis Juni sollen dann auch die Möbel und Spinde vorhanden sein. Die Bepflanzung im Außenbereich wird erst im Herbst folgen, das Konzept sei derzeit in Arbeit. map/nm

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