Viel Lokalkolorit und ein brisantes Thema

Falscher Tod: Karl Schönholtz’ letzter Krimi thematisiert Mobbing unter Schülern

Titel des Romans Falscher Tod von Karl Schönholtz
+
Eindrucksvolle Titel-Illustration: Falscher Tod ist ab sofort für 10,90 € im örtlichen Buchhandel, bei der HZ telefonisch unter 06621/161-168, per E-Mail-Bestellung über vertrieb@hersfelder-zeitung.de und bei der Sparkasse im STARS-Bonusprogramm erhältlich. Zum Anzeigen des gesamten Bildes bitte oben rechts klicken.

„Falscher Tod“, der letzte mit viel Lokalkolorit gespickte Krimi des überraschend verstorbenen HZ-Redakteurs Karl Schönholtz, spiegelt einmal mehr ein Stück Bad Hersfelder Leben wider.

Der Suizid des Schülers Simon Seitz lässt den jungen Reporter der Hersfelder Zeitung, Nick Scholz, nicht ruhen. Es gibt keinen erkennbaren Grund dafür, warum sich der 18 Jahre alte Unternehmersohn das Leben genommen haben sollte. Nick teilt die Zweifel von Simons Eltern.

Doch die Polizei in Bad Hersfeld sieht keinen Anlass, Ermittlungen in die Wege zu leiten, obwohl Nick seine Geliebte, die Kripo-Chefin Britta Stegemann, stets über Ungereimtheiten auf dem Laufenden hält. Erst als Nick im Umfeld von Simons Mitschülern und in der Modellschule Obersberg selbst Fragen stellt, geraten die Dinge in Bewegung – bis schließlich auch Nick in den unheimlichen Katakomben unter dem riesigen Schulkomplex in höchste Gefahr gerät.

Karl Schönholtz †

„Falscher Tod“ thematisiert authentisch Mobbing und Drogengeschäfte unter jungen Leuten. Der Bad Hersfeld-Krimi von Karl Schönholtz ist spannend, lässt – wie schon seine Vorgänger „Auf Abwegen“, „Enner, zwoon … tot.“ und „Tod einer Teufelin“ – bekannte und weniger bekannte Schauplätze in und um Bad Hersfeld aufleben, formt subtil die Charaktere heraus, hat dabei auch humorvolle Züge und ist mit einer Brise Erotik gewürzt. Für alle aktiven und ehemaligen Obersbergschüler ist der Krimi schlicht ein Muss, für alle anderen eine unbedingte Empfehlung – für sich selbst und fürs Verschenken nicht nur zum bevorstehenden Weihnachtsfest.

Der Roman wurde von Karl Schönholtz unmittelbar vor seinem überraschenden Tod im September 2020 abgeschlossen. Auf Wunsch und mit Unterstützung seiner Frau Ute und seiner Kinder Dorit, Finn und Leo ist der Bad Hersfeld-Krimi jetzt vom Ott-Verlag herausgebracht worden. Es ist das letzte Werk des verdienten Redakteurs der Hersfelder Zeitung. Von der Hoehl-Druck Medien + Service GmbH hergestellt, ist das 228 Seiten starke Taschenbuch für 10,90 Euro ab sofort im örtlichen Buchhandel erhältlich. Sparkassenkunden können es über das STARS-Bonusprogramm bestellen. Die HZ nimmt Bestellungen per E-Mail an vertrieb@hersfelder-zeitung.de und telefonisch unter 06621/161-168 entgegen. Die Titel-Illustration hat Heidi Nübling exklusiv gemalt. Als Künstlerin mit Ateliers in Bad Hersfeld und Dänemark wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Unterstützt wird das regionale Buchprojekt von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, der Hersfelder Zeitung und der Modellschule Obersberg.

Heidi Nübling

Der Verlag sieht es als Ehrensache an, dass das letzte Werk von Karl Schönholtz mit dem Einverständnis seiner Familie verlegt wird. Für seine Freunde, Kollegen und konstruktiven Erstleser Rainer Ickler, Heiner Paris – der engagiert auch die Korrektur übernahm – sowie Markus Pfromm als Verlagspartner, geriet die Vollendung des Buches zur emotional bewegenden letzten Reverenz.

Kritische Erstleser waren zudem Kristin Lammerskitten und Finn Schönholtz, der den Text seines Vaters noch einmal behutsam mit angepasst hat. Den fachkundigen Faktencheck übernahm Gabriele Kühlewind, die ehemalige Leiterin der regionalen Kriminalitätsinspektion Bad Hersfeld. Wichtige Hinweise erhielt der Autor von Kriminaloberkommissarin Sarah Stiebing, den Rechtsanwälten Christian Kusche und Jochen Kreissl sowie von Michael Wolf. Karsten Backhaus, der Leiter der Modellschule Obersberg, war begeisterter Wegweiser und Unterstützer.

Und alle gemeinsam können nur ahnen, wie sehr Karl Schönholtz sich über die druckfrischen Exemplare des Buches in seinen Händen gefreut hätte. map

„Falscher Tod“; Ott-Verlag GmbH Bad Hersfeld 2020, ISBN 978-3-9820068-4-0; Autorenfoto Dorit Schönholtz; Illustration Heidi Nübling; Satz Sören Ruppert; 228 Seiten; 10,90 €

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare