„Es sieht nicht so gut aus“

Im Bad Hersfelder Haushalt 2020 fehlen aktuell rund vier Millionen Euro

Anke Hofmann
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Anke Hofmann

Zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft im Bad Hersfelder Haushalt momentan eine Lücke von rund vier Millionen Euro.

Bad Hersfeld – „Es sieht nicht so gut aus“, brachte es Anke Hofmann auf den Punkt, als sie am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung die aktuelle Haushaltssituation beschrieb.

Zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft nach Angaben der Leiterin der städtischen Fachbereichs Finanzen momentan eine Lücke von rund vier Millionen Euro, wobei sich diese Zahl bis zum Jahresende in beide Richtungen verändern kann.

Die Corona-Krise hat sinkende Gewerbesteuereinnahmen zur Folge, auch bei den Kindergarten- und Parkgebühren werden die die erwarteten Einnahmen nicht mehr zu erzielen sein.

Auch die Absage der Bad Hersfelder Festspiele hat den Haushalt tüchtig durcheinandergewirbelt, weil die Einnahmen aus den Ticketverkäufen nicht geflossen sind, beziehungsweise zurückgezahlt werden mussten. Allerdings konnten hier im Gegenzug auch die veranschlagten Ausgaben reduziert werden.

„Wir werden 2020 voraussichtlich keinen ausgeglichenen Haushalt haben“, berichtete Hofmann. Ein erster Nachtrag zur Korrektur des Etats ist in Vorbereitung und wird wohl im Herbst auf den Tisch der Stadtverordnetenversammlung kommen. Zwar geht Hofmann davon aus, dass ein Teil der Ausfälle durch Land und Bund kompensiert werden wird, „aber nicht zu hundert Prozent“.

Zudem laufen aktuell die Anmeldungen der Fachbereiche für das nächste Jahr. Auch hier wird es angesichts geringerer Einnahmen zu schmerzlichen Eingriffen kommen.

Von Karl Schönholtz

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