„Gut Ding will Weile haben“ - sagt der Bürgermeister

Erster Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus in Asbach

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Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Asbach. Sie schwingen symbolisch die Schaufeln: (von links) Axel Völker (stellvertretender Wehrführer), Jonas Seitz (stellvertrender Wehrführer), Hans Georg Vierheller (Stadtrat), Thomas Fehling (Bürgermeister), Gunter Grimm (Erster Stadtrat) Johannes van Horrik (Bauamtschef), Karl Heinz Hüter (Stadtverordneter), Uwe Seitz (Ortsvorsteher) und Frank Jacob (Brandinspektor)

In Asbach war Dienstag der lang-ersehnte erste Spatenstich für das neue Gerätehaus der fusionierten Feuerwehr Asbach-Beiershausen. Es soll rund fünf Millionen Euro kosten. 

Asbach/Beiershausen – Ein neues Gerätehaus. Das wünscht sich die Feuerwehr Fuldatal, die vergangenes Jahr aus den Wehren Asbach und Beiershausen hervorging, nun schon seit einigen Jahren. Gestern gab es endlich den langersehnten Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus, das in der Alsfelder Straße 73 in Asbach gebaut wird.

Rund fünf Millionen Euro soll es nun kosten, wie Bürgermeister Thomas Fehling mitteilte. Dies sind 800 000 Euro mehr, als zuvor berechnet. Etwa 495 000 Euro steuere das Land Hessen bei, wie Bauamtschef Johannes van Horrick schilderte. Den Rest müsse die Stadt selbst aufbringen. „Diese fünf Millionen müssen wir jetzt auch halten“, sagte er.

Mitte 2020 soll nach van Horrick der Bau abgeschlossen und bezogen sein. „Es wird ein ganz modernes Feuerwehrhaus“, so Fehling. Das neue Haus soll außerdem bessere Arbeitsschutzbedingungen bieten. Geplant sind laut Brandinspektor Frank Jacob auch acht Stellplätze. Darin enthalten sei neben Löschfahrzeugen auch der Gefahrgutzug des Landkreises für atomare, biologische und chemische Stoffe.

Die Jugendfeuerwehr freut sich auf das neue Feuerwehrgerätehaus und präsentiert den Bauplan.

„Von der Idee bis zum Spatenstich sind knapp zehn Jahre vergangen“, erinnert sich Vereinsvorsitzender Matthias März. Die Feuerwehren Asbach, Beiershausen und Kohlhausen hatten laut März damals einen Sanierungsbedarf. Um aus drei Projekten eines zu machen, erschien ein gemeinsames Gerätehaus gerade aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, so der 52-Jährige.

Jacob blickt auf die vergangenen Jahre der Planung zurück: „Seit Mai 2013 sind wir nun an diesem Projekt dran.“ 2013 wurde der Standort in Asbach gewählt und die drei Einsatzabteilungen sprachen über einen möglichen Zusammenschluss, wie er erklärt. 2015 beschlossen die Stadtverordneten einen Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr. Im selben Jahr bekundete der Landkreis, dass auch der GABC-Zug, der Gefahrenzug des Landkreises, im neuen Gerätehaus untergebracht werden soll, berichtete Jacob. 2016 stellte die Feuerwehr den Förderantrag mit Finanzierungs- und Bauplan. 2017 wurde Architekturbüro Stark mit dem Bauprojekt beauftragt. Kohlhausen lehnte eine Fusion schließlich ab, wodurch die Wehren Asbach und Beiershausen im Mai 2018 offiziell die Feuerwehr Fuldatal gründeten.

Mit dem Spatenstich ist laut Fehling ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die langwierige Planung beschreibt er als „Gut Ding will Weile haben.“

VON JESSICA SIPPEL UND ROBERT-HELGE PATRY

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