Erst prüfen, was erlaubt ist

Neuordnung des Schenklengsfelder Lindenplatzes vertagt

Die Parkplätze auf dem Schenklengsfelder Lindenplatz sollen neu geordnet werden.  
Archiv
+
Die Parkplätze auf dem Schenklengsfelder Lindenplatz sollen neu geordnet werden. Archiv

Der Gemeindevorstand soll mit der zuständigen Verkehrsbehörde prüfen, welche der näher in Betracht gezogenen Varianten überhaupt genehmigungsfähig ist.

Schenklengsfeld - Das hat das Gemeindeparlament am Donnerstagabend während seiner Sitzung in der Schenklengsfelder Großsporthalle einstimmig beschlossen. Die Gemeindevertreter unterstützten damit einmütig einen ursprünglich von der SPD eingebrachten, jedoch von beiden Parlamentsfraktionen gemeinsam ergänzten Antrag.

Mit diesem Vorgehen solle verhindert werden, dass sich die Gemeindevertretung für eine Parkplatz-Variante entscheide, die dann von der Genehmigungsbehörde kassiert werde, argumentierten sowohl René Petzold (SPD) als auch Jürgen Ehlert (Bürgerliste).

Die Parkflächen auf dem Areal um das mit vermutlich fast 1300 Jahren als ältester Baum Deutschlands geltende Wahrzeichen der Gemeinde soll eigentlich schon seit dem Jahr 2013 neu geordnet werden, um freie Rettungswege zu gewährleisten. Angedacht war damals lediglich eine Übergangslösung. Denn ursprünglich sollte der Lindenplatz im Zuge der Dorferneuerung umfassend neu gestaltet werden. Wegen zu hoher Kosten wurde dieses Projekt vom Gemeindeparlament im September 2018 jedoch gestrichen.

Vom Tisch ist nun auch eine zwischenzeitlich geprüfte Umfahrung der Linde. Denn laut Gemeindeverwaltung wären dabei drei Punkte für den laufenden Verkehr nur schwer einsehbar, was Fußgänger in Gefahr bringe. Zudem seien für Busse und Lastwagen die Radien zu eng und die Äste der Linde zu niedrig. Die verbliebenen Vorschläge zur Neuordnung sind bei einem Praxistest im vergangenen Juli geprüft worden. Laut Beschlussvorlage des Gemeindevorstandes hat sich dabei herausgestellt, dass die Zahl der Stellflächen auf dem Lindenplatz reduziert werden muss. Im Raum stehen nun fünf von der Gemeinde erstellte Varianten. Bei einer Anwohnerversammlung Anfang August wurde einer dieser Vorschläge auch von den Anliegern befürwortet – allerdings ohne Poller zwischen Linde und Gasthaus Geheb, dafür aber mit einer Kette und Pollern zwischen den Parkplätzen, um diese auch im Winter als solche kenntlich zu machen.

Ursprünglich sollte sich das Gemeindeparlament am Donnerstagabend für eine der Varianten entscheiden. Der Beschluss wurde jedoch zurückgestellt, bis klar ist, welches der Parkplatzkonzepte von Verwaltung und Anwohnern auch den Segen der Genehmigungsbehörde bekäme.

Ebenfalls einstimmig haben die Gemeindevertreter während der Sitzung eine Benutzungssatzung für die Dorfgemeinschaftshäuser, Bürgerhäuser und Dorfheime beschlossen. Mit dem erstmaligen Erlass dieser Statuten soll beispielsweise die Haftung für Schäden verbindlich geregelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare