Eröffnungskonzert zur Festspielsaison in der Stadthalle

Chorverein auf einer Wolke von Atem und Klang

Klein aber fein: Das Ensemble TonArt des Chorvereins präsentierte beim Auftaktkonzert zu Beginn der Festspielsaison unter der Leitung von Helgo Hahn gemeinsam mit den Frankfurter Sinfonikern und Solisten in der Bad Hersfelder Stadthalle Musical-Melodien.

Bad Hersfeld. Viele bekannte Musical-Melodien präsentierte der Chorverein mit seinem Ensemble TonArt im Eröffnungskonzert für die Festspielsaison 2018. Dazu gab es Haydns Paukenmesse und als Auftakt Peer Gynt von Edward Grieg.

Bad Hersfeld. Ein Sonntag, der im Kirchenjahr den Namen „Cantate“ führt, kann nur in den Frühling fallen. Cantate, singt, denn Singende verbindet das gleiche Erleben. Singen beschwört eine Gemeinschaft über das Singen hinaus, es macht sogar glücklich.

Unversehens sind wir nicht nur bei Lied und Gesang, sondern schon beim Musical angelangt. Es zierte mit üppigen Blüten einen Großteil des Programms im Eröffnungskonzert der 68. Festspielsaison in der Stadthalle – am Vorabend des Sonntags „Cantate“ und veranstaltet vom Chorverein Bad Hersfeld.

Man begann aber mit der Suite Nr. 1 op. 46 aus Edvard Griegs Schauspielmusik zu Ibsens Drama „Peer Gynt“, dem Bühnenklassiker dieses Sommers, um nach der Pause mit Joseph Haydns Messe C-Dur Hob. XXII:9 zu enden (Hob. = Werkverzeichnis von Anthony Hoboken).

Weich und doch würzig

Der vor 110 Jahren gegründete Chorverein freilich lässt das leichte Genre nicht zu kurz kommen. Dazu dient ihm sein Vokalensemble „TonArt“, das die Musicalpartien mit weicher, doch auch würziger Klangdelikatesse grundierte. Noch aus der Entfernung sah, hörte, spürte man in Mienenspiel und Körperaktion die Freude am Singen, am Sich-Einschwingen in Melodie, Rhythmus, Harmonie und Emotion.

Vorn aber, vor dem Orchester, versammelten sich die Vorsänger von Professor Higgins bis zum Milchmann Tevje („Anatevka“), von der „Fair Lady“ Eliza Doolittle bis zur armseligen Jungvermählten Bess. Gunther Emmerlich gab den Conférencier, (beinahe) den Alleinunterhalter, mit Witz und Würde den Anekdotenerzähler, mit Neigung zum „bassigen“ Understatement und zum sächsisch-amerikanischen Sprechraffinement den Publikumsliebling. Ihm zur Seite Elsbeth Reuter, ein adrettes, ladylikes Blumenmädchen Eliza, eine verträumte Südstaatenbraut Bess und eine glücksuchende Pariser Fabrikarbeiterin Cosette (in „Les Misérables), die sich schon mal singend fast bis zum hohen C emporwagt. Die Stücke hinter den genannten Titeln – dazu kommt noch „Showboat“ mit dem „Ol’ Man River“ – haben es schon so manchem Festspielbesucher vergangener Jahre angetan.

Viel älter ist Haydns seriöse und dennoch frohgemute „Paukenmesse“ von 1796. Hier tat sich der große Chor hervor in aller Lockerheit, Freiheit, Einfühlung ins Ritual des Messgesangs. „Ich steh’ hier und singe“, das könnte gemäß Johann Francks Kirchenliedtext zu „Jesu, meine Freude“ unumstößlich gelten. In den schönsten Momenten schienen die Chorsänger indes auf einer Wolke von Atem und Klang zu schweben.

Weit weniger homogen das Solistenquartett mit Elsbeth Reuter (Sopran), Kaja Plessing (Alt), Norbert Schmittberg (Tenor; er griff auch kurz in die Musicalrevue ein) und Daniel Blumenschein. Einzig die Altistin ließ die nötige Feinarbeit erkennen.

Achtbar aus Affäre gezogen

Die vermisste man stellenweise auch bei den Frankfurter Sinfonikern. In den vier Sätzen der „Peer Gynt“-Suite und in der subtilen Musicalbegleitung aber zogen sich die besonders bei den Streichern geforderten Musiker achtbar aus der Affäre.

Helgo Hahn, seit 25 Jahren Leiter des Chorvereins, war wieder ein programmatischer und dirigentischer Inspirator von hohen Graden und darf sich ermutigt fühlen, noch einmal ein Vierteljahrhundert diese Konzerte mit Geist und Leben, mit Anspruch und Gehalt zu füllen. Am Ende Blumen und viel Beifall aus dem fast voll besetzten Saal.

Von Siegfried Weyh

Chorverein glänzte mit Musical, Schauspielmusik und Haydn-Messe bei Eröffnungskonzert der Festspielsaison

Mit beschwingten Melodien, großen Stimmen und sehr viel Engagement sorgte der Chorverein Bad Hersfeld unter seinem Dirigenten Helgo Hahn für einen gelungenen Auftakt der Festspiel-Saison 2018.

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