Rotenburg und Bebra legen zu

Einwohnerzahl sinkt weiter im Kreis - auch in Bad Hersfeld

+
Unter anderem mit schönen Fachwerkhäusern und einem guten Freizeitangebot kann Rotenburg bei seinen Einwohnern und Besuchern punkten. Das Foto zeigt das Wasserkraftwerk Haag an der Fulda. 

Hersfeld-Rotenburg. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg leben nur noch 120 949 Menschen. Zehn Jahre zuvor waren es noch 3035 Einwohner mehr – ein Rückgang um rund 2,5 Prozent. 

Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes (Stand: 30. Juni 2018) hervor. Im Zehn-Jahres-Vergleich legten demnach lediglich zwei von 20 Kreiskommunen zu: Rotenburg und Bebra.

Rotenburg hat in diesem Zeitraum 814 Einwohner hinzugewonnen. Bürgermeister Christian Grunwald erklärt das mit dem Baulandangebot, der Zahl barrierefreier Wohnungen, den Einkaufsoptionen, dem Freizeitangebot und der medizinischen Versorgung. Ebenso habe die Erstaufnahmeeinrichtung einen Einfluss.

Die Bevölkerungszahl Bebras hat sich stabilisiert, sie ist seit 2008 um 14 Einwohner gestiegen. Rathauschef Uwe Hassl sagt, dass die Politik lange keine Neubaugebiete zugelassen habe. Seit der Stadtsanierung 2014 sei aber neuer Wohnraum entstanden, der Zuzug erlaube.

Bad Hersfeld hat verglichen mit 2008 insgesamt 378 Einwohner weniger. Bürgermeister Thomas Fehling freut sich dennoch, dass die Stadt ihre Attraktivität bewahrt habe. Er führe das auf die Innenstadt mit Gastronomie und Einzelhandel zurück. Außerdem biete die Kreisstadt alle Schulformen, eine breite medizinische Betreuung und viel Kultur geboten.

Mit 490 Einwohnern weniger musste Heringen den größten Rückgang in absoluten Zahlen verkraften. Grund laut Bürgermeister Daniel Iliev ist der demographische Wandel. Die Stadt habe eine relativ hohe Altersstruktur. Er sei aber überzeugt, dass die Menschen wieder Gefallen am ländlichen Raum finden würden.

Kommentare