65-Millionen-Euro-Projekt

Mit einem Sack voll Hoffnung - Halbzeit auf der Baustelle von RS-Components

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Die Drei vor der Baustelle: Michael Gärtner, Prokurist Glöckle-Bau, Bauherr Jürgen Hebebrand und Projektleiter Peter Stock, beide RS Components. Unten die neue Halle von außen und innen.

Es geht zügig voran auf der Baustelle für die Erweiterung der Firma RS Components am Bad Hersfelder Eichhof. Jetzt wurde Halbzeit  gefeiert bei dem 65-Millionen-Euro-Projekt.

Halbzeit beim derzeit wohl größten Investitionsprojekt des Kreises: Am Eichhof steht inzwischen die rund 15 000 Quadratmeter große neue Halle mit der die weltweit tätige Firma RS Components ihr Verteilzentrum für Elektronikprodukte erweitert. Das wurde am Donnerstag gemeinsam mit den rund 60 am Bau beteiligten Arbeitern gefeiert.

„Wahnsinn, wie schnell das hier vorangeht“, lobte Bauherr Jürgen Hebebrand, Vice President Operations bei RS Components den Baufortschritt. „Wir liegen voll in ‘time and budget’“ – sowohl der Finanz-, als auch der Zeitrahmen werden eingehalten. „Wir wussten bei Baubeginn im Juni diesen Jahres nicht so recht, was auf uns zukommt, wir hatten aber einen Sack voll Hoffnungen“, sagte Hebebrand. Zurecht. Begünstigt wurde das Bauvorhaben durch den trockenen Sommer. Ursprüngliche Sorgen wegen möglicher Probleme mit dem Baugrund hätten sich zudem glücklicherweise nicht bestätigt. Ausdrücklich lobt Hebebrand in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit der Baufirma Glöckle aus Schweinfurt. 

Ein Blick in die neue Halle

Durch die Hallenerweiterung erhöht sich die Lagerfläche der Firma auf rund 35.000 Quadratmeter. Gegenwärtig lagern dort rund 140.000 Produkte, künftig sollen es bis zu 450.000 sein. Dafür investiert das Unternehmen rund 65 Millionen Euro am Standort in Bad Hersfeld. Die Konzeption für das Bauvorhaben stammt von dem Bad Hersfelder Architekturbüro Dorbritz. Nach Fertigstellung im Jahr 2021 sollen zudem rund 120 neue Stellen geschaffen werden und die Mitarbeiterzahl auf dann 360 steigen, kündigt Hebebrand an.

Bis es so weit ist, gibt es allerdings noch einiges zu tun. Nach Fertigstellung der neuen Halle beginnt nun der Innenausbau. Dort wird dann ein sogenannter „Multi-Shuttle“ installiert, eine Art Roboter, der in zehn Gassen des Hochregallagers unterwegs ist und die Waren kommissioniert. In dem kürzeren Teil der L-förmigen neuen Halle werden zudem Büros für den Wareneingang oder die Produktverpackung untergebracht.

So sieht die neue Halle von RS Components von außen aus.

Zunächst ist aber Weihnachtspause auf der Baustelle – davon zeugt weithin sichtbar der Tannenbaum auf dem Dach der Riesenhalle.

Von Kai A. Struthoff

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