ZWISCHEN DEN ZEILEN

Eine Reverenz, Ampel-Ärger und die rote Kiste

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Karl Schönholtz

In unserer Wochenkolumne schreibt Karl Schönholtz über die Festspiel-Matinee, neue Pläne im Kurpark und eine Ampel, die doch wieder geht.

Es war eine Bemerkung, die im bunten Strauß des Programms fast untergegangen ist: Als „Reverenz ans Publikum“ bezeichnete HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm die Beiträge des Ensembles um Intendant Joern Hinkel bei der Festspiel-Matinee in der Stiftsruine.

Tatsächlich hatte die knapp zweistündige Veranstaltung mit Spielszenen, Interviews und Gesang großen Appetit gemacht auf die Produktionen, die ab Freitag kommender Woche bei den 69. Bad Hersfelder Festspielen gezeigt werden.

Dass die Theatermacher mit Herzblut bei der Sache sind, hat sich bis in die letzte Zuschauerreihe vermittelt. Dass Hinkel & Co. im laufenden und durch den Hessentag zeitweise beeinträchtigten Probenbetrieb nicht nur ein Pflichtprogramm auf die Beine gestellt, sondern geradezu üppig aufgetischt hatten, das wurde von den Hersfeldern sehr dankbar registriert.

Auch wir sagen auf diesem Wege noch einmal Dankeschön für einen wunderbaren, informativen und unterhaltsamen Vormittag.

Was lange währt, wird endlich gut. Länger als ein Jahr stand die „rote Kiste“ im Bad Hersfelder Kurpark nach dem Aus für den ehemaligen Betreiber, eine Bäckerei, ungenutzt herum. Alle Bemühungen, einen Nachfolger zu finden, liefen ins Leere.

Vollkommen geräuschlos hat sich während des Hessentages nun doch eine Lösung gefunden: Die Kiste wird eine Eisdiele. Zwar muss auch dafür bei vorübergehender erneuter Schließung umgebaut werden, doch dann soll das kleine Lokal in der schönen Park-Umgebung wieder dauerhaft betrieben werden.

Zu früh gefreut: Der zeitweilige Ausfall der neuen und von vielen Autofahrern ungeliebten Ampelanlage an der Kreuzung Friedloser-/Wever-/Bahnhofstraße war kein Rückzug von Hessen Mobil, sondern einem Netzteilfehler geschuldet. Der ist mittlerweile behoben, die Anlage läuft wieder.

Der langjährige Direktor der Point Alpha Stiftung, Volker Bausch, ist nach schwerer Krankheit in Alter von nur 68 Jahren in Chemnitz gestorben. Unser Redaktionsleiter Kai Struthoff ist darüber sehr traurig. Er hat Volker Bausch oft auf Point Alpha getroffen und ihn mehrfach interviewt. Dabei hat er ihn als klugen Weltbürger, internationalen Brückenbauer und echten Trans-Atlantiker kennen und schätzen gelernt.

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