Vertreterversammlung

VR-Bank Nordrhön: Ja zur Fusion mit Asbach/Burghaun

Vertreterverssammlung der VR-Bank Nordrhön in der Fuldaer Esperantohalle: Das Ja zur Fusion war eindeutig
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Vertreterverssammlung der VR-Bank Nordrhön in der Fuldaer Esperantohalle: Das Ja zur Fusion war eindeutig

Die Verschmelzung der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun mit der VR-Bank Nordrhön rückwirkend zum 1. Januar 2020 ist perfekt: Die Vertreterversammlung des Hünfelder Instituts hat den Vertrag mit 64 Ja-Stimmen und einem Nein-Votum angenommen. Diskussionen über den Punkt gab es nicht.

Fulda/Hünfeld –Es war der selbe Ort und es gab eine wichtiges identisches Thema. Obwohl auch hier die Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun auf den Weg zu bringen war, verlief die Vertreterversammlung der VR-Bank Nordrhön völlig anders als die mitunter hitzige und von aggressiven Tönen nicht freie Generalversammlung der kleineren Bank. Nur die Abstimmungsergebnisse in dem Punkt ähnelten sich: An beiden Abenden stimmten rund 96 Prozent der Berechtigten dafür, dass die beiden Geldinstitute verschmelzen.

Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Priller hatte die Vertreter in der Esperantohalle begrüßt. Erstmals in ihrer 158-jährigen Geschichte musste das Geldinstitut seine Bilanz außerhalb des Verbreitungsgebietes vorstellen: Aufgrund der Corona-Pandemie habe sich kein näherer Raum dafür gefunden, betonte Priller.

Nachdem Vorstandssprecher Werner Eichler einen Überblick über die politische Lage und deren Auswirkungen auch auf das Bankgeschäft gegeben hatte, stellte Vorstand Walter Mengel die Zahlen für 2019 vor: „Das Ergebnis lag über unseren Erwartungen“, betonte er und berichtete von einem Bilanzgewinn von 1,035 Millionen Euro. Vorhersagen seien besonders wegen der Corona-Krise schwierig - man rechne in der VR-Bank NordRhön für 2020 mit „einem rückläufigen, aber noch angemessenen Ergebnis.“

Den Bericht des Aufsichtsrats gab dessen Vorsitzender Christoph Priller. Die Daten des Prüfungsberichts des Genossenschaftsverband stellte Vorstand Gerhard Hahn vor. Darin war von einer „guten Ertragslage“ und „ordnungsgemäßer Arbeit der Vorstände“ die Rede. Weder zu diesen Berichten noch zu den Zahlen Mengels gab es Fragen aus der Versammlung.

Über eine Dividende hatten die Vertreter in diesem Jahr nicht abzustimmen – Ausschüttungen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: (BaFin) unterbunden. Stattdessen fließen von dem Jahresüberschuss in Höhe von 1,034 Millionen Euro je 370 000 Euro in zwei verschiedene Rücklagen, der Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ohne Gegenstimme wurden danach Aufsichtsrat und Vorstand entlastet.

Für die Annahme des Verschmelzungsvertrags mit Burghaun warb Vorstand Walter Mengel, zugleich Interimsvorstand der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun. Der Vorstand befürworte diesen Schritt uneingeschränkt. Mengel verwies auf die räumliche Nähe und die Möglichkeit, das Geschäftsgebiet zu arrondieren. Die Verschmelzung biete aber auch mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit viele Optionen.

Den Verschmelzungsvertrag verlas Wirtschaftsprüfer Roland Runtze. Während dessen Kollegin Anne Wahl am Vorabend den Text den Burghauner Genossen in leicht aggressivem Stakkato vorgetragen hatte, bemühe sich Runtze um einen ruhigen Ton und garnierte den Text mit erklärenden Worten. „Wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt, hört sich das dramatisch an“, sagte er nach dem Vorstellen der schwachen aktuellen Zahlen der Burghauner Bank. Aber das bedeute für die VR-Bank Nordrhön kein wirkliches Risiko, denn aufgrund der Größe der Hünfelder Bank würden diese Schwächen dann nicht mehr ins Gewicht fallen, versicherte er. Bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme sprachen sich die insgesamt 67 Vertreter für die Verschmelzung aus.

Einstimmig wählte die Versammlung die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Thorsten Ahnemüller, Rudolf Engel, Werner Münkel, Sigrid Roth und Thomas Ziegler wieder in den Aufsichtsrat. Neu wurden Markus Och (Burghaun) und Frank Wiegand (Holzheim) als Vertreter der früheren Raiffeisenbank Asbach-Burghaun für das Gremium benannt. (Hartmut Zimmermann)

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