30 Anträge liegen vor

Dürrehilfe: Hohe Hürden für Landwirte

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Hersfeld-Rotenburg – Nach den Ernteausfällen durch den trockenen Sommer haben 30 der insgesamt 1240 landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis staatliche Dürrehilfen beantragt.

Diese Zahlen nennt Jasmin Krenz aus der Pressestelle des Landkreises. Insgesamt 265 000 Euro seien bislang an die ersten zwölf Antragsteller ausgezahlt worden, deren Unterlagen bis zum ursprünglichen Antragsschluss im November vorlagen. Die Zahlungen an die übrigen Antragsteller seien im ersten Quartal vorgesehen. Dabei gelten hohe Hürden: „Förderberechtigt ist nur, wer eine Existenzgefährdung infolge der Dürresituation sowie einen Ertragsrückgang um mindestens 30 Prozent bezogen auf den vorangegangenen Drei-Jahres-Durchschnitt nachweisen kann. Vom ermittelten Schaden werden bis zu 50 Prozent als sogenannte Billigkeitsleistung gewährt. Zunächst wird ein Vorschuss in Höhe von 50 Prozent der errechneten Leistung genehmigt“, erklärt Jasmin Krenz.

Von den Auswirkungen des Dürresommers seien alle Landwirte betroffen, betont die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Anke Roß. Wenngleich die Zahlungen für die betroffenen Betriebe eine Finanzspritze darstellten, seien sie insgesamt „nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“. Die geringe Zahl der Anträge erklärt die Geschäftsführerin mit dem komplizierten Antragsverfahren sowie der – trotz einer Verlängerung – vergleichsweise kurzen Antragsfrist.

Bemerkbar mache sich auch der hohe Anteil von Nebenerwerbslandwirten im Kreis, die neben der Landwirtschaft über weiteres Einkommen verfügen.

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