Verfahren wird fortgesetzt

Drogen: 41-jähriger Bad Hersfelder muss sich vor Gericht verantworten

Bad Hersfeld. Schnell zu Ende war am Donnerstag die Verhandlung gegen einen 41-Jährigen aus Bad Hersfeld vor Strafrichter Elmar Schnelle im Amtsgericht in Bad Hersfeld wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln – das Verfahren wird zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.

Der 41-Jährige soll laut Anklage einem gesondert verfolgten Bekannten zwischen März 2013 und März 2016 eine Wohnung zur Verfügung gestellt haben, in der dieser in mindestens 156 Fällen Drogen gelagert, verpackt und verkauft haben soll.

Im Gegenzug soll der Angeklagte Marihuana für den Eigengebrauch erhalten haben. Weil man von einem Fall pro Woche ausgeht, ergibt sich die Zahl 156. Vier Polizisten, die Ende März vergangenen Jahres dabei waren, als die Wohnung des Angeklagten und eine Nachbarwohnung durchsucht wurden, waren jetzt als Zeugen geladen. Der geschiedene und kinderlose Angeklagte, der zurzeit einem 450-Euro-Job nachgeht, wollte sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen äußern und machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Zudem wollte er die polizeiliche Vernehmung widerrufen, wie sein Verteidiger zu Beginn der Verhandlung mitteilte.

Weil der 41-Jährige auch nach dem Hinweis des Richters und einer Besprechung mit seinem Verteidiger nun aber weiter schwieg, hob Elmar Schnelle den Termin letztlich auf. Er soll nach der Verhandlung gegen den eigentlichen mutmaßlichen Drogenhändler nachgeholt werden. „Dann sehen wir weiter“, so der Richter. Die Hauptverhandlung gegen den Bekannten des 41-Jährigen findet im Mai vor dem Schöffengericht im Amtsgericht Bad Hersfeld statt.

Was die Polizei bei der Wohnungsdurchsuchung gefunden hat, lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare