"Anfangsverdacht" bei der Staatsanwaltschaft München

Wedel: Es geht um Fall aus der „Zeit“

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Bad Hersfeld. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München wegen einer möglicherweise nicht verjährten Sexual-Straftat gegen den gestern zurückgetretenen Bad Hersfelder Festspiel-Intendanten Dieter Wedel betreffen die Vorwürfe, die vor zwei Wochen im „Zeit-Magazin“ erhoben wurden.

Das bestätigte Oberstaatsanwältin Anne Leiding, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München I, auf Anfrage unserer Zeitung. Den Ermittlungen liegt die Vorschrift des Paragraphen 78b.1 des Strafgesetzbuches zugrunde, die eine Verjährung bis zum 30. Lebensjahr des Opfers ruhen lässt. So können auch Sexualstraftaten verfolgt werden, die länger als 20 Jahre zurückliegen.

Kein Hinweis auf Schuld

Im Zeit-Magazin hatten zwei ehemalige Schauspielerinen dem Regisseur vorgeworfen, sie in den 90er Jahren bei Casting-Terminen in Bremen und München belästigt beziehungsweise vergewaltigt zu haben. Der zweite Fall betrifft die Schauspielerin Jana Tempel und fällt in den Zuständigkeitsbereich der Münchner Staatsanwaltschaft. Oberstaatsanwältin Leiding machte jedoch deutlich, dass mit dem Anfangsverdacht kein Hinweis auf eine Schuld Dieter Wedels verbunden sei. Dies gelte es durch das Ermittlungsverfahren herauszufinden.

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