Tierärztin Antje Fey-Spengler praktiziert seit 32 Jahren

Auf dem Hof Wehneberg ist das Tierwohl die Hauptsache

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Ansprechpartner in allen Angelegenheiten rund um Tiere: Antje Fey-Spengler (Mitte) mit den Tierarzthelferinnen Selina Altmann und Diana Pilotto (links) und den Tierärztinnen Elsa Spengler und Maike Finok (4. und 5. von links).

Ob die Katze Geburtshilfe braucht, der Hund hinkt oder das Meerschweinchen Magen-Darmprobleme hat, Tierärztin Antje Fey-Spengler sorgt für Hilfe bei Tier und Halter.

Seit 32 Jahren kümmert sie sich um kranke Kleintiere und ambulant auch um Pferde. In ihrer Praxis auf dem Hof Wehneberg behandelt die 57-Jährige vorwiegend Hunde und Katzen, aber auch Kaninchen und Meerschweinchen, seltener Frettchen und Vögel.

Bei ihr ist jedes Tier gut aufgehoben: Tierärztin Antje Fey-Spengler in ihrer Praxis auf dem Hof Wehneberg.

„Wir alle arbeiten den Tieren zuliebe“, sagt Antje Fey- Spengler. Mit „alle“ meint sie das ganze Team, bestehend aus drei Tierärztinnen (eine vierte wird noch gesucht), drei Tiermedizinischen Fachangestellten, zwei Auszubildende und eine Bürokraft. Der Alltag besteht aus diagnostizieren, therapieren und heilen der kranken Tiere. „Viele von ihnen haben Ohrenentzündungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Herzprobleme oder benötigen Zahnbehandlungen“, erklärt die Praxisinhaberin. Die meisten von ihnen lernt sie schon im Welpenalter kennen, wenn der Welpe oder das Häschen zum Impfen und erstem Check-up kommt.

Modernste Technik

Neben den regelmäßigen Schutzimpfungen und Allgemeinüberprüfungen nimmt Fey-Spengler mit modernster Technik spezielle Untersuchungen wie Ultraschall von Herz und anderen Organen und digitale Röntgenuntersuchungen vor. Im modern eingerichteten OP werden Weichteiloperationen wie z.B. Kastrationen oder Tumorentfernung gemacht, Magnetfeldtherapie hilft bei Wundheilung und Sportverletzungen. Im hauseigenem Labor werden Blut und Ausscheidungen untersucht, um zeitnahe Ergebnisse für gezielte Therapien zu erhalten.

Antje Fey-Spengler empfiehlt allen Haustierbesitzern regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. „Je früher wir Veränderungen feststellen, auch wenn vielleicht noch keine Beschwerden existieren, desto besser sind die Heilungschancen“, betont die Tierärztin.

Die Liebe zu Tieren hat Antje Fey-Spengler über ihren Vater quasi in die Wiege gelegt bekommen. „Mit ihm als Tierarzt bin ich als Kind oft zu den Höfen mitgefahren und habe bei Operationen geholfen“. Der Vater betreute vorwiegend Bauernhoftiere, sie selbst hat sich nach der Geburt von Tochter Elsa in 1989 auf Kleintiere spezialisiert. Weil die 57-Jährige zwei Pferde hat und Mitglied im Reitund Fahrverein Bad Hersfeld ist, zog sie 2010 auf den Hof Wehneberg, wo das Praxisund Wohnhaus erbaut wurde.

Pferdeambulanz

Die Tierärztinnen Antje Fey-Spengler und Maike Finok (rechts) untersuchen das Gebiss des Pferdes.

Als passionierte Reiterin - „eine Stunde Reiten entspannt total“ - unterhält Fey-Spengler auch eine Pferdeambulanz. „Als einzige Ausnahme von Kleintieren habe ich schon immer Pferde mitbehandelt“, sagt die Tierärztin. Direkt vor Ort im Stall oder auf der Weide (beim Notfall) kann sie digital röntgen, mit Ultraschall untersuchen oder kleinere operative Eingriffe im Stall am stehenden Pferd oder in Vollnarkose im Liegen vornehmen. „Wir sind aber nicht für umfangreichere Operationen eingerichtet“.

Selbe Fußstapfen

Mit Tieren aufgewachsen ist auch ihre 29-jährige Tochter Elsa Spengler, die seit 2015 als Tierärztin in der mütterlichen Praxis arbeitet und die auch fortführen will. Beide arbeiten gut zusammen und ergänzen sich oftmals. „Wir tauschen uns meist bei den Diagnosen aus“, berichtet Antje Fey- Spengler. Sie habe die größere Erfahrung und gebe dadurch den jüngeren Tierärztinnen Sicherheit. Alle drei Veterinäre beherrschten die Grundbehandlungen der Tiere, hätten sich aber spezialisiert. „Meine Tochter konzentriert sich zum Beispiel auf Zahnbehandlungen und hat zusätzlich eine chiropraktische Ausbildung für Pferde und Kleintiere absolviert“. Die Praxisinhaberin bezeichnet sich selbst als Hauptakteurin im chirurgischen Bereich.

Auch die Notfallsprechstunde an den Samstagen und die tägliche Rufbereitschaft bis 22 Uhr teilt sich Antje Fey-Spengler mit ihrer Tochter.

Maßstab allen Handelns der Tierarztpraxis ist das Wohl des Tieres. „Die schönsten Erlebnisse sind immer die, wenn wir eine schwere Erkrankung heilen konnten und die Dankbarkeit der Patientenbesitzer erfahren“.

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