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Die Hersfelder haben das Feiern nicht verlernt

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Retter des Catering: Ein Team aus Köchen um Andreas Berg und Patrick Spies bewirtete die Gäste.
Retter des Catering: Ein Team aus Köchen um Andreas Berg und Patrick Spies bewirtete die Gäste. © Steffen Sennewald

Veranstalter und Publikum haben eine positive Bilanz des Premieren- und Festwochenendes in Bad Hersfeld gezogen.

Bad Hersfeld – Mit einhelligem Lob für die Inszenierung des Premierenstücks „Notre-Dame“, die Lichteffekte der Mapping-Technik und das sehr kurzfristig neu organisierte Catering haben am Wochenende die Bad Hersfelder Festspiele begonnen. Intendant Joern Hinkel zeigte sich erleichtert, „dass alles, was in der Generalprobe noch nicht geklappt hat, funktioniert hat“.

Bedingt auch durch Krankheitsfälle, sei die Organisation der Premiere für alle ein Kraftakt gewesen. „Deshalb ist es schön, dass alles so gut über die Bühne gegangen ist“, sagte Hinkel.

Bei einer nicht-repräsentativen Umfrage unserer Zeitung, äußerten sich die meisten Premierengäste positiv über die Inszenierung, die Ensembleleistung und auch den eindringlichen Festakt zur Eröffnung, der ganz im Zeichen des Ukraine-Krieges und der Solidarität mit den Menschen in dem geschundenen Land stand.

Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling lobte die „würdige Form“ des Festspiel-Neustarts nach zwei Jahren Corona-Pause und sprach von einer anspruchsvollen, wenn auch etwas düsteren Inszenierung, die allerdings treffend die gegenwärtige Stimmungslage widerspiegele.

Der Erste Stadtrat Gunter Grimm (CDU) dankte den Organisatoren der Premierenfeier und dem kurzfristig eingesprungenen Team um Gastronom Andreas Berg und Sternekoch Patrick Spies. Grimm zeigte sich enttäuscht darüber, dass Ministerpräsident Boris Rhein als Schirmherr die Festspiele nur digital per Videobotschaft eröffnet hat, obwohl er im benachbarten Rotenburg beim CDU-Landesparteitag war. „Volker Bouffier hätte das anders gemacht“, sagte Grimm.

Das Premierenwochenende mit verkaufsoffenem Sonntag und Sparkassen-Kindertag im Bad Hersfelder Schilde-Park hatte bei bestem Wetter unzählige Besucher in die Stadt gelockt, die sich vor allem bei den Gastronomen niederließen und attraktive Rabatte in Anspruch nahmen. „Das Motto ‘Kunst und Kultur’ präsentierten wir mit dem Bildhauer-Symposium, dem Boardwalk-Theater und einer vollen Stiftsruine. Wir sind glücklich“, freut sich Markus Heide vom Stadtmarketing Bad Hersfeld. Auch die Polizei zog eine positive Bilanz: Es gab keine besonderen Vorkommnisse, „alles ist im moderaten Rahmen geblieben“, teilte ein Polizeisprecher mit. (Kai A. Struthoff und Daniel Blöthner)

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