Kolumne

Zwischen den Zeilen: Festspiel-Diskussion, Firmen-Kauf und ein Fehler

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Es waren alles dicke Freunde der Festspiele, die am Donnerstag in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung ans Rednerpult traten.

Und selbstverständlich genießen Intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung das volle Vertrauen der Stadtpolitiker. Wer das hörte und einfach so hinnahm, der musste sich wundern, wie es vor gut einer Woche zum Festspiel-Bashing im Haupt- und Finanzausschuss kommen konnte. 

Wer noch dazu mitbekommen hatte, was nun unter der Woche hinter den Kulissen gelaufen ist, der konnte nur noch den Kopf schütteln. Aber Schwamm drüber, das Thema ist jetzt erst einmal durch.

Wir haben in dieser Woche berichtet, dass der Ventilatoren-Hersteller Trox X-Fans eine Firma aus Köln gekauft hat. Als Randnotiz ist dazu zu bemerken, dass dies für das Hersfelder Unternehmen ein Novum war: Zum ersten Mal wurde man nicht selbst verkauft oder übernommen, sondern ging den umgekehrten Weg.

Trox X-Fans als Aushängeschild der heimischen Wirtschafts

Hervorgegangen aus dem Geschäftsbereich Luft- und Wärmetechnik der früheren Schilde AG, die dann zu Büttner-Schilde-Haas und zu Babcock-BSH wurde, hat die dann eigenständige Turbo Lufttechnik vielen Herren gedient, darunter Namen wie Kühnle, Kopp und Kausch oder Siemens. 

Rosigere Zeiten begannen erst, als das Serienwerk an der Alsfelder Straße Teil von Trox wurde. Umbenannt in Trox X-Fans stehen die Hersfelder heute besser da denn je und sind ein Aushängeschild der heimischen Wirtschaft.

Und ebenfalls dazu: Die von Trox übernommene Horst Ermer GmbH wurde nach dem Tod ihres Gründers von dessen Sohn Dr. Michael Ermer vertreten. Der ist eigentlich Gesichtschirurg und kümmerte sich kürzlich um die Verletzungen des Fußball-Nationalspielers Luca Waldschmidt, der eine Mittelgesichtsfraktur erlitten hatte.

Studentenwohnheime sind nicht in der Statistik vertreten

Das Hessische Statistische Landesamt hat uns ganz freundlich auf einen Fehler in unserem Bericht über die Tourismuszahlen hingewiesen. Zwar werden in Wiesbaden neben Hotels, Campingplätzen und Pensionen auch Schulungsheime und Reha-Einrichtungen erfasst, die etwa Seminarteilnehmer und Begleitpersonen von Patienten beherbergen. 

Aber Studentenwohnheime wie von uns angegeben sind in der Statistik nicht vertreten. Es geht generell um kurzzeitig untergebrachte Gäste, die potenziell touristische Angebote in Anspruch nehmen.

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