Rabatte und Schnäppchen lockten

Verkaufsoffener Sonntag in Bad Hersfeld: Erste Bilanz fällt positiv aus

+
Begrenzte Kundenanzahl: Laura Gneupel stattet die Kunden am Eingang des Modehauses Sauer mit Wäscheklammern aus, die sie beim Rausgehen wieder abgeben müssen. So behält sie den Überblick über die Anzahl der Kunden im Geschäft.

Die Einladung der Bad Hersfelder Händler zum Bummeln und Einkaufen am Sonntag kam offenbar gut an: Mit Masken und Abstand wurde in den geöffneten Geschäften gestöbert.

Ideales Shoppingwetter, dazu Schnäppchen und Rabatte: Wind und dicke Wolken hielten die Besucher gestern nicht davon ab, am verkaufsoffenen Sonntag durch Bad Hersfeld zu schlendern, Eis zu schlecken und in den geöffneten Geschäften zu stöbern.

Um den regulären Einzelhandelsbetrieb während der Corona-Pandemie zu entlasten, öffneten einige Geschäfte von 13 bis 18 Uhr ihre Türen. Das ist derzeit auch ohne besonderen Anlass erlaubt. Gleichzeitig wollte man nach mehrwöchiger Zwangspause zeigen: „Wir sind noch da.“

„Wir sind froh, wieder auf gesamter Fläche öffnen zu dürfen,“ freute sich Michael Staufenbiel vom Modehaus Sauer. Um dort die Abstandsregeln einhalten zu können und einen Überblick über die Anzahl der Kunden im Geschäft zu haben, wurden am Eingang Wäscheklammern verteilt. Waren diese leer, hieß es warten. Bettina Hiesl und Detlef Dombrowski waren, wie viele andere auch, auf Schnäppchenjagd unterwegs im „Festspielhaus der Mode“. „Der Mundschutz ist zwar lästig, aber Shoppen an sich ist doch was Schönes“, finden die beiden. Und so sahen es viele an diesem Tag. „Dafür, dass die Geschäfte über mehrere Wochen komplett geschlossen hatten, finde ich es jetzt umso schöner, wieder mal shoppen gehen zu können“, erklärte eine Frau aus Bad Hersfeld.

Mundschutz und Warteschlangen können zwar nerven, dennoch haben viele Verständnis für die aktuell geltenden Regeln. Eine Familie aus Bebra fand, dass an diesem verkaufsoffenen Sonntag eine ruhigere Atmosphäre in der Stadt herrschte. „Die Menschen nehmen Rücksicht und halten sich an die Regeln,“ stellte Bianca Lenk-Buchenau dankbar fest.

Positiv fiel am späten Nachmittag auch die erste Bilanz von Jörg Markert, Centermanager der City Galerie und Beisitzer im Stadtmarketingverein, aus, der von einer entspannten Atmosphäre sprach und feststellte: „Es hat funktioniert.“ Jeder habe sich etwas einfallen lassen, einige Händler, mit denen er gesprochen habe, seien positiv überrascht gewesen. „Das war ein guter Sonntag“, so Markert. Zwar hatten nicht alle Geschäfte in der Innenstadt geöffnet, dafür nutzen auch andere etwas außerhalb die Gelegenheit, wie Euronics XXL Kurzer. (lh/nm)

Shoppen mit Maske: Verkaufsoffener Sonntag in Bad Hersfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare