Erste Sicherheit nach 30 Minuten - Zahnärzte

Corona-Schnelltestzentrum in der Bad Hersfelder Innenstadt hat eröffnet

Das Bild zeigt den Eingangsbereich des Corona-Schnelltestzentrums, im Gang warten zwei Personen.
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Seit Kurzem geöffnet: Im Corona-Schnelltestzentrum an der Breitenstraße kann sich jeder mithilfe eines Antigentests auf das Coronavirus untersuchen lassen.

In der ehemaligen Rosenapotheke an der Breitenstraße in Bad Hersfeld hat Apothekerin Saskia Hildwein aus Eigeninitiative ein Corona-Schnelltestzentrum eröffnet.

Bad Hersfeld - Getestet wird seit Anfang der Woche vorerst an drei Tagen in der Woche – und zwar mit dem sogenannten Antigentest.

Das Ergebnis erhalten die Patienten schon nach 15 bis 30 Minuten. Die Kosten von 45 Euro pro Test tragen die Testwilligen selbst. Den Abstrich der Nasenschleimhaut übernehmen die Zahnärzte Dr. Oliver Hartkamp und Joachim Rosenfeld nach Praxisschluss. „Die Zahnärzte müssen ohnehin mit Visier vor dem Gesicht und erhöhten Hygienestandards arbeiten, da müssen sie sich bei den Abstrichen keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen aneignen“, erklärt Saskia Hildwein die Arztbesetzung.

Wichtig sind die Tests aus ihrer Sicht für Menschen, die zunächst indirekt betroffen sind. „Die Kontakte zu Kontaktpersonen Infizierter werden ja erst einmal nicht mit der PCR-Methode getestet, viele wollen aber trotzdem eine kleine Sicherheit“, sagt Hildwein. Auch durch die vermehrten Kontakte in der Adventszeit bestehe das Bedürfnis nach Kontrollen, weiß Hildwein.

Und der Wunsch nach einem freiwilligen Coronatest ohne Termin scheint bei den Menschen aus dem Kreis groß. Noch bevor das Testzentrum öffnet, stehen die ersten Patienten an. „Ich bin hier, weil mein Schwiegersohn an Corona erkrankt ist, da könnte ich eigentlich auch mit der PCR-Methode getestet werden, aber ich will nicht so lange warten“, erklärt eine Kundin. Weil sie Bedenken hat, ihre Kollegen am Arbeitsplatz anzustecken, lässt sich die 62-Jährige auf eigene Kosten nun im Schnelltestverfahren untersuchen.

Zahnarzt Joachim Rosenfeld ruft „Bitte Hände desinfizieren und den Bogen mit den Daten ausfüllen,“ dann macht er einen Abstrich der Nase. „Wenn Sie positiv sind, müssen wir das dem Gesundheitsamt melden“, klärt der Mediziner die Patientin auf.

Und das ist noch nicht alles. „Außerdem müssen positiv Getestete noch einmal mit der PCR-Methode untersucht werden, damit das Ergebnis überprüft werden kann“, sagt Testzentrumsbetreiberin Saskia Hildwein.

Zahnarzt Joachim Rosenfeld löst die Schleimhautprobe in einer Pufferlösung und gibt die Probe dann auf den Reagenzträger. Das kleine weiße Kästchen ähnelt dem Prinzip eines Schwangerschaftstests. Ein Balken zeigt an, ob das Ergebnis positiv ist oder nicht. Als der Timer piepst, ruft Rosenfeld, der sich mit einem massiven Plexiglasschirm schützt, die Patientin auf. „Sie sind negativ“, verrät der Mediziner leise. Das Testergebnis darf die erleichterte 62-Jährige auch gleich mitnehmen. „Wir hatten aber auch schon einige positive Fälle dabei“, mahnt Testzenrumsbetreiberin Saskia Hildwein. (Kim Hornickel)

Antikörper und Antigene

Vom Immunsystem gebildete Abwehrstoffe werden als Antikörper bezeichnet. Das geschieht als Schutz des Körpers in Reaktion auf Viren, Bakterien und Pilze, die sogenannten Antigene. Antikörper sind antigenspezifisch und je nach Krankheitserreger etwas unterschiedlich. (lea)

Öffnungszeiten: vorerst Dienstag 19 bis 21 Uhr, Mittwoch 16.30 bis 18 Uhr, Freitag 14 bis 18 Uhr.

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