Keine großen Ausreißer

Corona-Abi im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Ergebnisse mit Vorjahr vergleichbar

Das Abitur des Corona-Jahres 2020 wird Schülern, Eltern und Lehrern noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Abitur-Ergebnisse im Kreis Hersfeld-Rotenburg unterscheiden sich kaum zu "normalen" Jahren.

„Das war ein besonderes denkwürdiger Abiturjahrgang“, sagt Jürgen Krompholz vom Staatlichen Schulamt. Er betont aber, dass es trotz der außergewöhnlichen Umstände keine „signifikanten Abweichungen“ zu den Vorjahren gab.

Insgesamt haben 374 Schülerinnen und Schüler an der Modellschule Obersberg (MSO), der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg, der Werratal-Schule in Heringen und dem Beruflichen Gymnasium in Bebra ihre Reifeprüfung abgelegt. 14 Prüflinge haben nicht bestanden, zehn Schüler erreichten aber sogar die Traumnote 1,0. Das beste Abiturergebnis im ganzen Kreis erzielte Charlotte Henrich von der MSO in Bad Hersfeld, dicht gefolgt von Marvin Weitz von den Beruflichen Schulen in Bebra.

Die Durchschnittsnote lag bei 2,43 für die vier Schulen des Kreises (2018: 2,41, 2019: 2,35) und sei somit absolut vergleichbar mit den Vorjahren. „Es gab keinen Corona-Bonus“, stellt Krompholz klar. Da in Hessen das Abitur vergleichsweise früh geschrieben wird, seien die meisten Schüler schon vor dem Lockdown gut vorbereitet gewesen, als der Schulbetrieb ab dem 16. März eingestellt werden musste. Auch die digitalen Lehrangebote seien zur Vorbereitung genutzt worden. Die Abi-Prüfungen begannen am 19. März. Besonders herausfordernd waren dabei die Fächer Sport und Musik, weil hier praktische Prüfungen durch Theorie ersetzt werden mussten. Dennoch habe es keine Klagen über eine etwaige Benachteiligung gegeben. Nur wenige Schüler hätten die Prüfungen nachgeschrieben, sagt Krompholz.

Einzig die Stimmung der Abiturienten sei etwas gedrückt, weil der „würdige Abschluss dieser prägenden Lebensphase“ zu kurz kommt. So müssen die Abschlussbälle und Abi-Partys im großen Rahmen ausfallen. Dafür entstehe bei den kleineren Verabschiedungen eine besondere Nähe zwischen den Schülern und Lehrern. In Rotenburg wurden die Zeugnisse bereits überreicht, an den anderen Schulen stehen die Feiern noch bevor.

An der MSO haben 184 Schüler die Abiprüfung abgelegt, 175 haben bestanden. Durchschnittsnote: 2,4. Vier Schüler erreichten die 1,0. An der Jakob-Grimm-Schule gab es 80 Prüflinge, von denen 78 bestanden haben (Durchschnitt 2,18). Dreimal gab es die 1,0. An der Werratalschule haben von 49 Abiturienten 46 bestanden (Durchschnitt: 2,72). Zwei Schüler haben 1,0. Am Beruflichen Gymnasium Bebra haben alle 61 Abiturienten bestanden (Durchschnitt 2,4, einmal 1,0).

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