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Charlotte Henrich hat das beste Abi im Kreis

Erst einmal durchatmen nach dem Prüfungsstress der vergangenen Wochen: Die 18-jährige Charlotte Henrich, hier im Bad Hersfelder Staudengarten, verbringt ihre Freizeit gern in der Natur.
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Erst einmal durchatmen nach dem Prüfungsstress der vergangenen Wochen: Die 18-jährige Charlotte Henrich, hier im Bad Hersfelder Staudengarten, verbringt ihre Freizeit gern in der Natur.

Die 18-jährige Bad Hersfelderin Charlotte Henrich ist ein kluges Köpfchen: In diesem Jahr gelang ihr im gesamten Landkreis Hersfeld-Rotenburg das beste Abitur.

Bad Hersfeld - Ihr Geheimrezept: Kontinuierliche Mitarbeit im Unterricht und eine zielführende Methode beim Lernen. Diese hat sie selbst für sich entwickelt: mit Lernzetteln zu jedem Thema, einem eigenen Farbschema und spezieller Struktur. Zur Vorbereitung auf die Klausuren schrieb sie sich seit Beginn der Oberstufe Lernzettel in allen Fächern, zusammen dienten sie ihr letztlich auch zum Lernen für das Abitur.

Rein rechnerisch erreichte sie am Ende einen Schnitt von 0,8 – eine 1,0 steht auf dem Zeugnispapier. Besonders gern hat sie Naturwissenschaften und Sprachen und auch Kunst ist etwas, das sie sehr mag. Ein Fach, das ihr gar nicht liegt, gibt es nicht – alle Noten sind stets im Einserbereich gewesen.

Wenn die 18-Jährige erzählt, dann braucht man nicht lange, um zu bemerken, dass sie ein echtes Multitalent ist. Ihre Interessen reichen weiter als der Lehrplan in der Schule, ganz besonders fasziniert sie zum Beispiel die Astrophysik: „Mit zwölf habe ich angefangen, mich sehr dafür zu interessieren, als ich irgendwo mal auf das Thema gestoßen bin“, berichtet sie. „Ich habe mich dann ein wenig reingelesen und so ist dafür eine Leidenschaft entstanden.“

Eine Zeit lang war daher geplant, nach der Schule an der Uni Astrophysik zu studieren. Mittlerweile hat sich das geändert: Architektur ist das Studium ihrer Wahl. „Da steckt einfach so viel mehr dahinter als man auf den ersten Blick meint“, schwärmt sie und ihre großen blauen Augen glänzen. „Die soziale Komponente, der politische Aspekt, zudem kann man kreativ sein und muss trotzdem wissenschaftlich denken. Das fasziniert mich und ich glaube, dass ich mich da sehr gut ausleben kann.“

Fasziniert ist sie auch von fremden Ländern – kein Zufall also, dass sie ihr Studium im Oktober in Nordirlands Hauptstadt Belfast antritt. Neben Wissenschaft und Sprachen ist das Reisen ihr Ding, weshalb sie auch in der Schule jeden Auslandsaufenthalt mitmachte. Griechenland, Frankreich, England und Finnland standen dabei bereits auf dem Programm, außerdem verbrachte sie nach der neunten Klasse ein ganzes Jahr bei einer Gastfamilie in Texas.

Andere Sprachen und Kulturen wecken ihr Interesse, neue Eindrücke und Sichtweisen zu erhalten sei enorm bereichernd. „Ich glaube, das treibt mich auch so ein bisschen an“, sagt Charlotte Henrich und freut sich schon jetzt auf den Herbst und ihre nächste „lange Reise“. (kma)

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