Stellungnahme der Fraktion

CDU: „Entgleisungen des Bürgermeisters nicht hinnehmbar“

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Andreas ReyFraktionschef der CDU

Jetzt bezieht auch die CDU zum Treffen des Bad Hersfelder Rathauschefs mit Ex-Intendant Dieter Wedel Stellung.

„Die letztlich aus persönlichen Aversionen des Bad Hersfelder Bürgermeisters Thomas Fehling gegen die Hersfelder Zeitung resultierenden Entgleisungen nehmen mittlerweile Ausmaße an, die dem Ansehen der gesamten Stadt nachhaltig schaden können und werden von uns nicht länger hingenommen“, so die CDU-Fraktion im Bad Hersfelder Stadtparlament.

Aufgrund der pauschalen Verunglimpfungen des Magistrates in sozialen Netzwerken durch den Bürgermeister stelle man sich als CDU ausdrücklich hinter die eigenen Stadträte Gunter Grimm und Günter Exner. „Weder Grimm noch Exner haben Informationen aus dem Magistrat an die Presse weitergegeben,“ stellt Fraktionschef Andreas Rey klar.

„Wenn der Bürgermeister alle Mitglieder des Magistrates unter den Generalverdacht des Geheimnisverrates stellt, verwahren wir uns vor dieser ausdrücklich. Das Ergebnis ist ein nachhaltig gestörtes Vertrauensverhältnis innerhalb dieses wichtigen Gremiums unserer Stadt und wir machen uns große Sorgen, wie es dort weitergehen soll. Eine öffentliche Entschuldigung wäre hier angebracht“, so Rey weiter.

Zumindest ein fader Beigeschmack bleibe laut CDU auch im Bezug auf die aktuelle Anfrage des Stadtverordneten Jochen Kreissl zu dem gemeinsamen Abendessen des Ehepaars Fehling mit dem ehemaligen Festspiel-Intendanten Dr. Dieter Wedel.

Auch wenn man in dieser Angelegenheit keine rechtliche Relevanz sehe, so sei die nun erst nach und nach ans Licht kommende Wahrheit zumindest sehr kritisch zu hinterfragen. Zuerst empöre sich der Bürgermeister über einen Kommentar der Hersfelder Zeitung, in dem gemutmaßt wurde, Wedel halte sich auf Einladung des Bürgermeisters in Bad Hersfeld auf und jetzt komme heraus, dass es tatsächlich ein Treffen gab, bei dem man „Ideen für die Festspiele“ besprochen habe.

Eingeladen hatte hierzu zwar der Intendant und der Bürgermeister habe ihn wegen einer Erkrankung nur vertreten, doch ist der Intendant auch ein Mitarbeiter der Stadt. Es sei auch schwer vorstellbar, dass der Bürgermeister von den Planungen eines solchen Treffens im Vorfeld keine Kenntnis hatte.

Abgerechnet wurde das Essen über die Stadtkasse. Rechtlich wohl in Ordnung, moralisch aber sicherlich zu hinterfragen. Da nütze es auch nichts, wenn der Betrag jetzt nachträglich erstattet worden sei. Guter Stil und politisches Fingerspitzengefühl sehe anders aus, meint die CDU.

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