Im Schilde-Park

Bürgermeister Fehling möchte eine Kunst-Akademie gründen

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Kunst am Ende des Regenbogens: Im zurzeit leer stehenden Obergeschoss der Stockwerkshalle neben dem „wortreich“ im Schild-Park könnte die Kunst-Akademie einziehen.

Bürgermeister Thomas Fehling regt die Einrichtung einer Kunstakademie an, die in den Stockwerkshallen im Schilde-Park Bad Hersfeld untergebracht werden soll.

Nach Vorstellung des Bürgermeisters könnten dort ganzjährig Seminare für Schauspiel und Malerei angeboten werden.

Das steht in einer Beschlussvorlage, die in der kommenden Woche im Magistrat und den entsprechenden Ausschüssen eingebracht und diskutiert werden soll. Das sechsseitige Papier liegt unserer Redaktion vor. Die Idee für die Kunstakademie soll von einem renommierten Kurator aus Bayern stammen, weil es im Umfeld von 250 Kilometern keine vergleichbaren Einrichtungen gebe. Und auch Festspielintendant Joern Hinkel soll Pläne verfolgen, Meisterkurse für Schauspieler anzubieten, heißt es in dem Papier.

Diese Kurse könnten in der Festspielsaison stattfinden, „wenn die Schauspieler die Proben hinter sich haben und tagsüber Zeit für Übungsstunden haben“, heißt es in der Beschlussvorlage. Im Frühjahr, wenn im Fernsehen wenig gedreht wird, könnten zudem Film-Schauspieler verpflichtet werden, um hier zu unterrichten.

Fehling verspricht sich davon, die öffentliche Wahrnehmung der Festspiele auch außerhalb der Saison zu steigern, das Image der Stadt zu fördern und vor allem in besucherschwachen Zeiten, zusätzliche Gäste für die Stadt zu gewinnen. Außerdem könnte durch Zusatzangebote wie Ausstellungen oder Talk-Veranstaltungen das kulturelle Leben der Stadt bereichert werden.

Da die Stockwerkshallen, in denen bisher die Technische Hochschule Mittelhessen untergebracht war, zurzeit leerstehen, könnten die Kurse schon bald realisiert werden. In Fehlings Vorlage werden unterschiedliche Seminare mit einer Dauer von zwei bis fünf Wochen aufgeführt, auch Wochenendkurse könnte es geben.

Die Beschlussvorlage enthält auch eine Kostenkalkulation. Für das Jahr 2020 wird mit 50 Seminaren mit je 10 Teilnehmern gerechnet, was 230 000 Euro einbringen soll. Dem stehen Ausgaben für Personal, Übernachtungen von Dozenten, Werbung und Ausstattung in etwa der gleichen Höhe gegenüber. In den Folgejahren hofft man auf noch mehr Seminare.

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