Gemeinsame Forderungen

Das "Bündnis gegen Bahnlärm" erhöht den Druck

Hersfeld-Rotenburg. Das kreisweite „Bündnis gegen Bahnlärm“ hat die Kernforderungen nach einer leiseren Bahn der Parlamentsgruppe Bahnlärm begrüßt.

Das Bündnis ist die einzige Organisation, die sich flächendeckend im Kreisgebiet für die vom Schienenlärm an der Bahntrasse zwischen Bebra und Haunetal geplagten Bürger einsetzt, teilt deren Vorsitzender Gerhard Deiseroth mit. Die Parlamentsgruppe Bahnlärm im Bundestag wird durch 116 Abgeordnete aller Fraktionen gebildet.

Nach dem Stand 2016 war fast eine Millionen Menschen deutschlandweit ganztags Bahnlärm von mehr als 65 dB(A) ausgesetzt. Die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation fordern zum Gesundheitsschutz in der Nacht Werte von 40 dB(A). Betroffene Anwohner sollen einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz erhalten. Weiterhin wird die Festlegung von Grenzwerten für Lärm, Erschütterungen und Feinstaub gefordert, deren Einhaltung überwacht werden muss, so der stellvertretende Vorsitzende Thomas Baumann.

Weitere Forderungen der Parlamentsgruppe sind unter anderem der Austausch alter, geräuschintensiver Güterwagendrehgestell e, Schienenstegdämpfer im Gleis, die zügige Flottenerneuerung, die Kontrolle des Rad-Schiene-Kontaktes sowie die unverzügliche Reparatur von lärmverursachenden Schäden. (kai)

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