Forstämter bestätigen Hessentrend aus Waldzustandsbericht

Die Buchen im Landkreis haben sich gut erholt

Hersfeld-Rotenburg. Den Bäumen in der Region geht es besser. Das bestätigt nicht nur der Waldzustandsbericht 2017, das bestätigen auch die Sprecher der hiesigen Forstämter.

„Insbesondere durch die positiven Resultate bei den älteren Buchen wurde dieses Gesamtergebnis erreicht“, sagte die Hessische Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser kürzlich bei der Vorstellung des Berichts in Wiesbaden.

Hintergrund: 2016 hätten die Buchen der großen Trockenheit wegen in ungewöhnlich großer Zahl Samen und Früchte, also Bucheckern, ausgebildet. Das habe die Bäume geschwächt, die Kronen seien schütter geworden. Doch die vergleichsweise starken Niederschläge im Spätsommer 2017 hätten dazu geführt, dass die Lage sich entspannt habe. Besonders die älteren Bestände hätten sich erholt, die Kronen seien wieder dichter geworden.

Die Tendenz gilt genauso für den Bereich des Forstamts Hersfeld, wie dessen Leiter Oliver Scholz betont. „Da gibt es praktisch keine Abweichungen zum Landestrend“, sagt Scholz. Sein Kollege Dr. Hans-Werner Führer, Leiter des Forstamts Rotenburg, pflichtet ihm für seinen Zuständigkeitsbereich bei. Freilich lässt sich der Zustand der Buche genau nur einschätzen, wenn sie Laub trägt. „Wirft sie dieses sehr früh ab, wie etwa 2016, dann wird es kritisch“, erläutert Führer. Für dieses Jahr ist er optimistisch: Der Boden sei durch die jüngsten Niederschläge so feucht, dass die Bäume „keinen Wasserstress bekommen und genügend Nährstoffe aufnehmen können.“ Im August, nach dem Sommer, müsse die Sache womöglich neu bewertet werden.

31 Prozent aller Bäume hessenweit sind Buchen. Zusammen mit den Fichten (25 Prozent) machen sie also mehr als die Hälfte des Gesamtbestands aus. Ähnlich sieht es laut Oliver Scholz auch für den Bereich Hersfeld aus; hier kommen noch Bestände an Kiefer und Eiche hinzu. (rai)

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