Tag der offenen Tür

Buchcafé in Bad Hersfeld: Bunt und offen für alle

Bevor es auf der Bühne Musik gibt, müssen erst einmal jede Menge Kabel verlegt werden.

Nach nun mehr fünf Jahren am neuen Standort am Brink öffnete am Samstag das Buchcafé seine Türen und lud zu Musik, Info und Tombola ein.

Viele Hersfelder und Gäste nutzten diese seltene Möglichkeit, einmal abseits von Veranstaltungen das soziokulturelle Zentrum in Ruhe in Augenschein zu nehmen.

Leidenschaft für Musik bringen die Musiker mit.

Das Buchcafé-Team und viele Mitglieder hatten ein kurzweiliges buntes Programm in allen Räumen auf die Beine gestellt. In der Kneipe gab es Kaffee und Kuchen und natürlich Getränke zur Gipsy-Musik des Rosenberg Quintetts. Zeitweise wurden hier sogar die Stühle rar und der süße Kuchen fand rasanten Absatz.

Bevor es auf der Bühne Musik gibt, müssen erst einmal jede Menge Kabel verlegt werden.

Im großen Veranstaltungssaal boten in lockerer Atmosphäre die Jazz-Formation „Just Friends“, die Tänzer der AG „Tango Argentino“ und der buchcafé-Chor Einblicke in ihre Arbeit. Wer beim buchcafé-Chor mit dabei war, erhielt zum Beispiel kostenlose Tipps zum richtigen Singen, während beim Tango jeder die Chance hatte, diesen ausdrucksvollen Tanz auszuprobieren. Ein Höhepunkt waren die beiden Trommelkurse, die unmittelbar den ganzen Saal zum Mitmachen, Mitklatschen und Tanzen anregten.

Drei endlose und meterlange an der Decke hängende Papierbänder zeigten eindrucksvoll und eng beschrieben das gesamte Programmangebot seit der Gründung des Buchcafés im Jahre 1980, was durch ein parallele Fotoshow ergänzt wurde.

Die Thekengruppe und die Veranstaltungsgruppe informierten über ihre umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit und warben um neue Mitglieder. In den Seminarräumen präsentierten sich der BUND, die Friedensinitiative, „Neu in Hersfeld“, attac, das EU-Bürgerbüro und das Nachhilfeprojekt „Regenbogen“.

Der abschließende Soundcheck mit der „Blues Men Crew“ im großen Saal gab einen Einblick darüber, was so alles vor und nach einer Veranstaltung erledigt werden muss, damit sich die Gäste auch wirklich wohlfühlen können.

Nach über fünf Stunden mit einladend offener Tür, zog kurz etwas Ruhe ein, bevor die Mitglieder des Buchcafés sich bei einem leckeren, selbst zubereiteten bunten Buffet stärkten und schließlich zu Discoklängen bis spät in die Nacht tanzten. Bereits am Nachmittag war man sich ob des Erfolges schnell einig, die Tür des Buchcafés öfters für alle zu öffnen.

Von Steffen Sennewald

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