Eisenach kehrt zurück in den Wartburgkreis

Brief aus Bad Salzungen: Ein Novum in Thüringen

+
Beate Funk, Redakteurin bei der Südthüringer Zeitung.

Liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung. Jetzt ist es amtlich: Die Stadt Eisenach kehrt zum 1. Januar 2022 in den Wartburgkreis zurück. Bad Salzungen bleibt Kreisstadt.

Das hat der Thüringer Landtag Ende vergangener Woche mit den Stimmen der rot-rot-grünen Regierungskoalition und der oppositionellen CDU-Fraktion beschlossen. Die AfD votierte dagegen.

Es war ein langer Prozess – und mitunter zähes Ringen –, der nun ein Ende hat. Jetzt könne der einwohnerstärkste Landkreis Thüringens und der „mit der größten wirtschaftlichen Power“ entstehen, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dirk Adams. Eisenach soll den Sonderstatus als „Große Kreisstadt“ bekommen – ein Novum in Thüringen. Die Rückkehr der bisher kreisfreien Stadt in den Wartburgkreis wird mit 46 Millionen Euro aus der Landeskasse belohnt. Diese „respektable Summe“ soll nach Angaben von Innenstaatssekretär Uwe Höhn (SPD) je etwa zur Hälfte in mehreren Jahresschritten an den Kreis und die Stadt fließen.

Ein Kaiserschnitt soll nur bei medizinischer Notwendigkeit vorgenommen werden“, sagt Dr. Ines Tonndorf, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Bad Salzungen. Sie ist eine Verfechterin der natürlichen Geburt, weil dies für Mutter und Kind die optimale Variante sei. Zwar werden auch am Salzunger Klinikum auf Wunsch von Frauen ihre Babys per Kaiserschnitt zur Welt geholt, und wenn es notwendig ist, sowieso. Aber die Kaiserschnitt-Rate in Bad Salzungen liegt deutlich unter den deutschlandweiten 30 Prozent. Der Grund dafür ist: Es wird gut aufgeklärt und es werden Alternativen aufgezeigt.

Ein Rentner aus Geisa hat knapp 3000 Euro an Betrüger überwiesen. Der 78-Jährige hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Anrufe von bislang unbekannten Personen erhalten. Zuerst hatte ihm ein Anrufer mitgeteilt, dass er bei einer Bank ein Guthaben von knapp 200 000 Euro hätte. Um dieses Geld zu erhalten, müsse er nur 1400 Euro Gebühren auf das Konto einer bestimmten Person überweisen. „Gutgläubig tat der Rentner, was man von ihm verlangte, und auch das erneute Telefonat, bei dem nochmalig 1500 Euro Gebühren verlangt wurden, ließ den Senior nicht stutzig werden. Er überwies das Geld und eine dritte Überweisung scheiterte lediglich an einem technischen Problem“, hieß es im Polizeibericht.

In weiteren Anrufen wurde der Mann schließlich zu einer Geldübergabe überredet. Der Termin platzte jedoch und erst jetzt entschied sich der 78-Jährige, den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen.

beate.funk@stz-online.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare