Kolumne der Stz

Brief aus Bad Salzungen: „Ein Schlag der Befreiung“

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Matthias Braun, Südthüringer Zeitung.

Hallo liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung, Eisenach und der Wartburgkreis werden zum 1. Januar 2022 fusionieren. Das hat der Eisenacher Stadtrat am Dienstag einstimmig beschlossen.

Noch im Dezember lehnte der Stadtrat eine Fusion Eisenachs mit dem Wartburgkreis ab. Alle Ratsmitglieder konnten sich nun auf einen Antrag der CDU einigen.

Dieser Antrag sieht vor, dass Eisenach die Trägerschaft über Schulen und Musikschule behält, aber andere Behörden an den Kreis abgibt.

Bis zuletzt war der Zeitpunkt der Fusion umstritten. Linke, SPD und Grüne strebten eine Fusion bereits für das kommende Jahr an. Die Landesregierung bat schließlich die Ratsmitglieder von Linken, SPD und Grünen dem Antrag der CDU zuzustimmen, um die Fusion abzusichern. Landrat Reinhard Krebs (CDU) begrüßte die Entscheidung. Es sei ein Befreiungsschlag, dass trotz unterschiedlicher Auffassungen eine Lösung gefunden werden konnte. Die Arbeitsplätze in der Eisenacher Verwaltung seien auch nach der Einkreisung sicher. Kreisstadt wird auch weiterhin Bad Salzungen sein.

Den beiden größten Wohnungsbauunternehmen in der Wartburgregion liegen knapp ein Jahr nach Einführung der DSGVO keine Wünsche nach anonymisierten Klingelschildern vor. Allerdings sei nach Einführung der Datenschutzgrundverordnung die Arbeit komplizierter geworden, erklärten die Geschäftsführer von GEWOG und WBG übereinstimmend, beispielsweise sei es beiden Firmen nun untersagt die Adressen der Mieter an Handwerker weiterzugeben.

Eine Luftballonaktion des Geisaer Hinkelshagener Carneval Clubs nahm internationale Dimensionen an. Anlässlich des 80. Geburtstags des Vereins veranstaltete dieser ein Gewinnspiel. 300 Luftballons mit Karten wurden auf den Weg geschickt. Die drei Einsendungen, die die weiteste Strecke zurücklegten, sollten einen ereignisreichen Tag in Geisa gewinnen. Aufgrund des Sturms am Karnevalsdienstag überwanden die Luftballons Grenzen.

Die Stadtverwaltung bekam diese Woche Post aus der ungarischen Kleinstadt Ebes, die unweit der Grenze Ungarns zu Rumänien liegt. Zuvor trafen bereits Einsendungen aus Tschechien ein.

matthias.braun@hca-content.de

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