Brand im Kreis Fulda

Millionenschaden nach Großbrand in Lagerhalle: Polizei veröffentlicht Details zum Stand der Ermittlungen

Das Bild zeigt die brennende Lagerhalle in Hünfeld. Die Feuerwehr ist mit der Drehleiter im Einsatz.
+
Das Bild zeigt die brennende Lagerhalle in Hünfeld. Die Feuerwehr ist mit der Drehleiter im Einsatz.

Zu einem Großbrand kam es in Hünfeld (Kreis Fulda). Der Sachschaden wird sehr hoch eingeschätzt. Der Bahnverkehr zwischen Fulda und Bad Hersfeld ist weiterhin gestört.

Update vom Samstag, 15.08.2020, 19.25 Uhr: Die Brandermittler der Polizei Fulda. haben die Untersuchungen zum Brand in der Lagerhalle für Baumaterial in Hünfeld abgeschlossen. Es seien keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Ursache des Brandes konnte allerdings bislang nicht festgestellt werden. Die Ermittler tappen im Dunkeln.

Brand in Hünfeld: Polizei hat keine Anhaltspunkte für Brandursache

Update vom Dienstag, 04.08.2020, 12.25 Uhr: Wie die Polizei berichtet, ist die genaue Brandursache weiterhin unklar, allerdings haben sich bei den bisherigen Ermittlungen keine Anhaltspunkte auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Die Ermittler der Kriminalpolizei Fulda werden ihre Untersuchungen an der Lagerhalle wohl nächste Woche beginnen. Bis dahin soll das Gelände abgesperrt bleiben.

Auf der Bahnstrecke Fulda-Bad Hersfeld kommt es nach einem Großbrand in Gleisnähe, bei dem Signaltechnik beschädigt wurde, voraussichtlich noch bis heute Abend zu Behinderungen. Die Züge werden zwischen Fulda und Eisenach umgeleitet und verspäten sich dadurch um bis zu 40 Minuten, heißt es. Die Halte Bad Hersfeld und Hünfeld entfallen. Zum Teil halten die Züge ersatzweise in Bebra.

Erstmeldung vom Dienstag, 04.08.2020, 11.16 Uhr: Hünfeld (rg) – Einen Brand gibt es im Warenzentrallager der Raiffeisen Baustoffe in der Fuldaer Straße in Hünfeld. Schon von weitem war eine hohe Rauchsäule zu sehen, meterhohe Flammen schlugen aus dem Dach. Der Sachschaden wird auf drei Millionen Euro geschätzt.

Brand in Hünfeld: Feuerwehr chancenlos

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand die rund 150 Mal 50 Meter große Lagerhalle, in der sich Baustoffe, Düngemittel und verschiedene Getreidesorten befanden, komplett in Flammen. Die Feuerwehr war chancenlos und konnte das Gebäude nicht retten. Das Dach und eine Wand stürzten ein.

Der Rest der Halle soll nun wohl kontrolliert zum Einsturz gebracht werden, zur technischen Beratung kam das THW. Allerdings gelang es ihnen, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude, unter anderem befindet sich in der Nachbarhalle ein Gaslager, zu verhindern. Die Gasflaschen wurden in Sicherheit gebracht.

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst bei Brand im Einsatz: Dieselöltank wurde geschützt

Zudem lag ein Augenmerk darauf, den 50.000 Liter fassenden Dieselöltank vor dem Brand zu schützen. Dieser wurde massiv gekühlt, sodass keine Gefahr von diesem ausging. Lkw, die vor der Halle standen, konnten rechtzeitig weggefahren werde. Auch rund zweieinhalb Stunden nach dem Ausbruch des Feuers loderten immer wieder Flammen auf, die Rauchbildung ließ etwas nach.

Die Feuerwehr sicherte einen Dieselöltank vor den Flammen.

Feuerwehr-Einsatz bei Hünfeld: Bahnverkehr zwischen Fulda und Bad Hersfeld gestört

Im Einsatz waren beziehungsweise sind die Feuerwehr Hünfeld mit 80 Leuten, der Rettungsdienst und die Polizei. Zudem ist das Notfallmanagement der Deutschen Bahn – die Brandstelle liegt direkt an den Bahngleisen – vor Ort. Der Bahnverkehr wurde um 19.24 Uhr eingestellt bzw. umgeleitet. Von der Bundespolizei Hünfeld wurden Wasserwerfer nachgefordert. Die Malteser sorgten für die Verpflegung der Einsatzkräfte. Auch ein benachbarter Bäcker spendierte etwas Kuchen.

Ein Bild von der Lage machten sich vor Ort Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Landrat Bernd Woide. Hinweise auf den Brandentstehungsort und die -ursache liegen noch nicht vor.

Weiterer Brand: Feuer in Lauterbacher Sägewerk

Ein weiterer Großbrand ereignete sich am Montagabend (03.08.2020) gegen 20.15 Uhr in einem Sägewerk in Lauterbach (Vogelsbergkreis). Ein Angestellter des Sägewerks in Lauterbach hatte laut Polizeimeldung an einer gerade im Betrieb befindlichen Maschine starke Rauchentwicklung festgestellt. An der Maschine entwickelte sich ein Schwelbrand, der sich über Elektrokabel zum Sicherungskasten ausbreitete.

Die Maschinenhalle mit den Maßen 50 mal 30 Metern und einer Höhe von circa 15 Metern stand schon bald im Vollbrand und musste durch die Feuerwehren aus Lauterbach und Schlitz massiv bekämpft werden. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden an der Maschine und der Halle wurde zunächst auf 300.000 Euro geschätzt.

In der Nacht wurde der Brand unter Kontrolle gebracht werden. In der Dämmung der Außenwand hinter der Fassadenverkleidung aus Trapezblech befanden sich noch Glutnester, die gelöscht werden mussten. Die Brandursache muss auch in diesem Fall noch genau geklärt werden. Die angrenzende Bahnlinie Fulda - Gießen - Limburg war während der Löscharbeiten von 20.15 bis 1.20 Uhr über die Notfallzentrale für den Zugverkehr gesperrt worden.

EIn Brand in Fulda hatte mehrere Schaulustige angezogen. Auch einen Wohnungsbrand in direkter Nachbarschaft zur Feuerwache hat die Kernstadtwehr in Bad Hersfeld verhindert. (Ralph Görlich und Nail Akkoyun)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion